Die Schlussetappe des Giro d’Italia endete in Rom mit einem Massensprint, den
Jonathan Milan gewann. Er setzte sich vor Giovanni Lonardi und Paul Penhoet durch. Die 131 Kilometer lange Etappe wirkte lange wie ein klassischer Schaulauf, bis Zeitfahrspezialist
Filippo Ganna spät im Rennen eine gefährliche Attacke lancierte und die Finalkilometer durcheinanderbrachte, ehe die Sprinterteams das Feld wieder zusammenschlossen.
Späte Flucht auf den Straßen Roms
Ganna, der bereits das Zeitfahren der
10. Etappe in der Toskana gewonnen hatte, griff 18 Kilometer vor dem Ziel an. Rasch schlossen Jasper Stuyven und Matteo Sobrero auf. Weil ihre Teams jedoch mit Top-Sprintern im Peloton sparten (Dreifachsieger
Paul Magnier und Jonathan Milan), beteiligten sich weder Stuyven noch Sobrero an der Führungsarbeit.
Ganna stemmte die Tempoarbeit allein und baute zehn Kilometer vor Schluss einen Vorsprung von 20 Sekunden auf. Dahinter organisierten Unibet Rose Rockets und Tudor Pro Cycling die Nachführarbeit, um den Massensprint sicherzustellen. Drei Kilometer vor dem Ziel wurde die Ausreißergruppe gestellt, womit die Sprinterteams ihre Anfahrten aufziehen konnten.
Jonathan Milan gewann die Schlussetappe des Giro d’Italia 2026
Milan siegt im Sprint – Ganna erklärt seine Attacke
Lidl-Trek, Unibet und Soudal–QuickStep führten das Feld in den technisch anspruchsvollen Schlussabschnitt. Milan erwies sich als Schnellster und feierte vor Lonardi und Penhoet seinen fünften Giro-d’Italia-Sieg der Karriere. Nach dem Ziel erklärte Ganna seine Angriffswahl und wie die Begleiter in der Flucht die finale Dynamik beeinflussten.
„Ich wollte es natürlich probieren, und dann wollten Lidl und QuickStep an meinem Hinterrad bleiben. Ich freue mich sehr für Johnny“,
sagte Ganna.
„Vielleicht ist das Finale nicht ideal für mich. Die beiden Fahrer sind mitgegangen, und sicher, mit etwas mehr Zusammenarbeit oder anderen Fahrern wäre es vielleicht anders gelaufen – aber so ist es eben.“