Thomas Gloag hat bei der diesjährigen
Volta ao Algarve eine starke Visitenkarte abgegeben. Auf der Schlussetappe zum Alto do Malhão fuhr er auf Rang fünf und hielt mit den besten Kletterern des Rennens mit. Nach drei Saisons bei
Team Visma | Lease a Bike startet der Brite nun bei Tom Pidcocks Pinarello Q36.5 Pro Cycling Team voll durch.
Thomas Gloags Algarve-Auftritt und Formkurve
„Die Jungs vorne sind sehr, sehr schnell. Und Frederik Frison (sein Teamkollege, Anm.) ist der Mann. Er ist fantastisch. Ehrlich, hinter ihm sehe ich keine Sonne, ich brauche nicht mal Sonnencreme oder so“, scherzte Gloag im Gespräch mit mehreren Medien, darunter
Domestique.
Auf der zweiten Etappe zum Alto da Fóia wurde Gloag Zehnter und zeigte damit früh ansteigende Form. Das Zeitfahren kostete ihn zwar ein besseres Gesamtklassement – am Ende wurde es Rang elf –, doch an den Anstiegen lag sein Fokus, und auf der Schlussetappe lieferte er ab. An einem Tag mit frühem, hartem Rennverlauf fuhr der Brite als Fünfter den 2,6 Kilometer langen Schlussanstieg hoch; zusammen mit Juan Ayuso, Paul Seixas, João Almeida und Oscar Onley bis in den Zielsprint.
Das Ergebnis krönt eine makellose Wintersaison. „Ich hatte wirklich einen fantastischen Winter, war gesund und das Team hat richtig investiert: Wir waren zu siebt für dreieinhalb Wochen im Januar in Chile. Das weiß ich sehr zu schätzen. Und ich hoffe, noch ein paar solche Rennen zu haben, um etwas zurückzugeben.“
Was sich seit dem Abschied von Visma geändert hat
Der 24-Jährige wird am kommenden Wochenende bei den Ardèche-Klassikern brandgefährlich sein. Zudem verschafft er sich damit eine gute Ausgangslage für die nächsten Frühlingsrennen und auch für die Grand Tours. Während seiner Zeit bei Visma feierte Gloag seinen ersten Profisieg bei der Czech Tour 2024 und fuhr einige beachtliche Resultate ein, doch kaum eines so eindrucksvoll wie der Auftritt am Sonntag.
Ein Teil ist Pech, ein Teil natürliche Entwicklung im neuen Umfeld. „Es war für mich immer knifflig, weil ich als Jüngerer ehrlich gesagt nicht so viel Umfang trainiert habe. Zusammen mit ein paar schwereren Stürzen und einigen gesundheitlichen Problemen hat das bedeutet, dass es mir bei Ausdauer und Konstanz immer ein bisschen gefehlt hat.“
Aktuell gelingt ihm genau das, und er startet mit Topform in die Saison. Hält er dieses Niveau, sammelt das Team weiter reichlich UCI-Punkte. „Daran will ich hier wirklich arbeiten, und bis jetzt – auf Holz geklopft – waren die letzten Monate ein richtig guter Block. Ich hoffe, dass ich das fortsetzen kann.“