„Mir fehlten einfach die Beine“: Puck Pieterse und Shirin Van Anrooij blicken auf eine brutale Strade Bianche Donne zurück

Radsport
Sonntag, 08 März 2026 um 8:00
puckpieterse
Die ikonischen weißen Schotterstraßen der Toskana liefern stets ein forderndes, zermürbendes Rennen, und die Strade Bianche Donne dieses Jahres bildeten keine Ausnahme. Die Niederländerin Puck Pieterse kämpfte lange um das Podium, doch auf der berüchtigten Via Santa Caterina gingen die Lichter aus. Am Ende wurde sie als Sechste in Siena gewertet. Unterdessen kämpfte sich ihre Landsfrau Shirin van Anrooij durch das harte Finale und wurde Neunte, womit sie jüngstes Pech abschüttelte und Kurs auf die restlichen Frühjahrsklassiker nahm.

Ein mörderisches Tempo und ein leerer Tank bei Pieterse

Puck Pieterse prägte das Finale entscheidend mit, fuhr zeitweise neben Kasia Niewiadoma und Elisa Longo Borghini an der Spitze, ehe eine Verfolgergruppe auf dem Weg nach Siena wieder Anschluss fand. In ihren Aussagen nach dem Rennen betonte sie, wie sehr der Tag das gesamte Peloton forderte. „Es war hart, aber das galt für alle“, sagte sie.
In ihrer Analyse verwies Pieterse auf aggressive Taktik und Zwischenfälle, die das Hauptfeld rasch ausdünnten. „Das Rennen sortierte sich nach einem großen Sturz. Danach hatte Vollering einen Plattfuß. FDJ United - SUEZ fuhr zudem von Beginn an so hart, dass nicht viele Fahrerinnen übrig blieben“, erklärte Pieterse.
Trotz ihrer starken Positionierung über den Tag hinweg wurden die Schlusskilometer zu viel. „In den letzten fünf Kilometern habe ich versucht, auf den Schlussanstieg zu warten, aber ich hatte einfach nicht mehr die Beine.“

Van Anrooij meldet sich in einem „wunderschönen“ Rennen zurück

Nicht nur Pieterse sorgte für ein starkes niederländisches Ergebnis; Marianne Vos wurde Siebte, dicht gefolgt von Shirin van Anrooij auf Rang neun. Für Van Anrooij ging es im Finale vor allem darum, den Schmerz durchzudrücken.
„Im Finale war es für mich ein bisschen Überleben“, gab Van Anrooij im Ziel zu Protokoll. Dennoch blickt sie optimistisch nach vorn. „Ich denke, ich kann von hier weiter aufbauen, um hoffentlich bei den anderen Klassikern wieder ganz vorne mitzufahren.“
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Trotz des Leidens fand sie schnell lobende Worte für die besondere Magie der toskanischen Schotterstraßen. „Das ist eines der schönsten Rennen überhaupt“, sagte sie. „Das Wetter war auch super. Es ist jedes Mal etwas Besonderes. Wenn ich hier am Start stehe, bin ich nervös, aber ich freue mich auch wirklich darauf. In diesem Rennen musst du von Anfang an dabei sein. Ich war sehr motiviert.“
Für Van Anrooij war das Top-Ten-Ergebnis der erhoffte Schub nach einem frustrierenden Auftaktwochenende in Belgien.
„Ich wusste, dass meine Form grundsätzlich gut ist, aber bei der Omloop Het Nieuwsblad hatte ich Pech mit einem Plattfuß. Dann bleiben viele Fragezeichen. Ich bin froh, dass ich heute einfach wieder ein gutes Gefühl hatte. Der Zeitraum rund um die Flandern-Rundfahrt ist für mich in diesem Frühjahr der wichtigste. Hoffentlich gibt es von Flandern bis einschließlich der Ardennen einen guten Formhöhepunkt.“
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