"Meine Funkverbindung funktionierte nicht" - Blanka Kata Vas erklärt die umstrittene SD Worx-Taktik nach dem Sturz von Demi Vollering auf der 5. Etappe der Tour de France Femmes 2024
Blanka Kata Vas hat am Donnerstagnachmittag in einem spannenden Finale der 5. Etappe den ersten Etappensieg ihrer Karriere bei der Tour de France Femmes errungen. Aufgrund eines späten Sturzes ihrer Team SD Worx-Protime-Leaderin Demi Vollering war es jedoch kein perfekter Tag für das Team.
"Es ist verrückt, ich kann es immer noch nicht glauben. Ich weiß gar nicht, was ich sagen soll! Ich habe das heute wirklich nicht erwartet, weil ich mich während des Rennens so schlecht gefühlt habe", sagt die ungarische Landesmeisterin in ihrem Interview nach der Etappe über ihren Triumph. "Anna Van der Breggen hat zu mir gesagt 'Glaube an dich selbst' und das hat mir sehr geholfen."
Wie bereits erwähnt, war Vollerings Sturz und der anschließende Verlust ihres Maillot Jaune nach der Etappe ein großes Gesprächsthema, ebenso wie die mangelnde Unterstützung, die der Niederländerin zuteil wurde, als sie fast im Alleingang und letztlich erfolglos versuchte, wieder in die Gruppe zu gelangen.
"Mein Funkgerät funktionierte nicht, so dass ich nicht wusste, was hinten passierte, aber Demi stürzte und verlor Gelb. Das ist schade", sagt Vas und erklärt, warum sie und Lorena Wiebes der Titelverteidigerin der Tour de France Femmes keine Hilfe anboten. "Jetzt habe ich gemischte Gefühle. Ich war gerade am Rad von Mischa Bredewold, also an zweiter Position. Ich habe nichts gehört, also weiß ich nicht, was passiert ist."
Trotzdem kann Vas ihre Freude über den Sieg kaum verbergen. "Im Finale wollte ich nicht den gleichen Fehler wie bei den Olympischen Spielen machen (sie wurde 4.). Ich habe so sehr gelitten, aber ich wusste, wenn ich in einer kleinen Gruppe bin, kann ich vielleicht gewinnen", schließt sie ihre Reflexion nach der Etappe ab. "Auch die Olympischen Spiele haben mir viel Selbstvertrauen gegeben, weil ich vorne mitgefahren bin. Wenn ich jetzt einen guten Tag habe, weiß ich, dass ich vorne dabei sein kann."
Nic Gayer ist seit 2022 im Journalismus tätig und begann seine Laufbahn als freier Redakteur im Lokaljournalismus für eine Tageszeitung. Für Radsportaktuell.de berichtet er über den professionellen Radsport und begleitet das Geschehen von der WorldTour bis zu wichtigen nationalen und internationalen Rennen. Sein Schwerpunkt liegt auf Vorberichten, Rennzusammenfassungen und Analysen, mit denen er Entwicklungen im Peloton klar einordnet.
Bei seiner Arbeit wird Nic von den Kolleginnen und Kollegen der Schwesterplattform CyclingUpToDate unterstützt, wodurch er regelmäßig direkten Zugang zu Teams, Fahrern und offiziellen Terminen erhält. Er arbeitet aus der Nähe von München und steht kurz vor dem Abschluss als Bachelor of Arts in Sportjournalismus. In seiner Berichterstattung legt er großen Wert auf sorgfältige Quellenprüfung, präzise Einordnung und aktualisiert Inhalte, sobald neue, gesicherte Informationen vorliegen.
🏆 The final kilometre of this very eventful 5th stage saw 🇭🇺 Blanka Vas take victory after a sprint in a small group.
🏆 Le dernier KM de cette 5ème étape au final très agité et la victoire de 🇭🇺 Blanka Vas après un sprint en petit comité.
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