Matteo Jorgenson „hat gezielt auf diese Rennen hingearbeitet“ – Visma setzt große Hoffnungen in den US‐Amerikaner bei den Ardennen‐Klassikern

Radsport
Freitag, 17 April 2026 um 14:30
Matteo Jorgenson
Team Visma | Lease a Bike haben ihre Kopfsteinpflaster-Kampagne mit Wout Van Aerts Sieg bei Paris–Roubaix auf einem Hoch beendet und richten den Blick nun auf die Ardennen. Dort übernimmt Matteo Jorgenson die Kapitänsrolle, nachdem er in diesem Jahr auf die Pflasterrennen verzichtet und gezielt auf den Zeitraum Ende April hingearbeitet hat.
„Wenn man von jemandem spricht, bei dem bislang alles reibungslos gelaufen ist, dann trifft das eigentlich nur auf Matteo zu. Er fühlt sich derzeit sehr gut“, sagte Mathieu Heijboer, Head of Performance bei Visma, zu Wielerflits. „Matteo hat sich gezielt auf diese Rennen vorbereitet. Es gibt keinerlei Vorbehalte hinsichtlich seiner Erholung vom Höhentraining. Ich werde keine großen Ansagen machen, aber es gibt keine Ausreden bei Matteo.“
Die Kursänderung wurde bereits im Januar beim Medientag des Teams in La Nucia verkündet. Jorgenson würde weder die Pflasterklassiker noch Paris–Nizza bestreiten, wie sonst üblich, sondern stattdessen Tirreno–Adriatico, Mailand–Sanremo und die Ardennen fahren. Ein kompletter Neustart. Im März stand er beim italienischen Etappenrennen auf dem Podium und half Van Aert in Sanremo bei der Jagd aufs Podium.
Nach einem Höhentrainingslager ist er nun für die drei Ardennenklassiker zurück im Renntempo – und zählt am Start zu den Stärksten. „Diese drei Rennen – beginnend mit dem Amstel – bilden den Abschluss dessen, was hoffentlich ein sehr starker Frühling für ihn wird. Unsere Hoffnung ist, dass Matteo ein sehr starkes Finale fährt und um den Sieg mitkämpft.“

Ohne Pogacar ist das Rennen offener

Dem Amerikaner liegt zwar vor allem Lüttich, doch dort werden Tadej Pogacar und Remco Evenepoel in Topform erwartet. Seine beste Siegchance bietet womöglich der offenere Amstel Gold Race, das ohne finalen Anstieg und mit insgesamt geringerer Härte mehr taktischen Spielraum lässt.
Und ohne die Anwesenheit von Tadej Pogacar gilt das umso mehr. „Der Schlüsselfaktor in diesen Rennen, wenn er startet, ist Tadej Pogacar. Dieses Mal haben wir aber Remco Evenepoel, hoffentlich kann Tom Pidcock fahren, und Titelverteidiger Mattias Skjelmose wird am Sonntag ebenfalls am Start stehen.“
Rückhalt für den Amerikaner kommt von Ben Tulett und Christophe Laporte als Schlüsselakteuren: „Chris kommt mit dem Amstel sehr gut zurecht und positioniert sich hervorragend. Er kann eine riesige Rolle für Matteo und Ben Tulett spielen. Ben ist mit Knieproblemen bei der Baskenland-Rundfahrt ausgestiegen, aber man sollte ihn noch nicht abschreiben.“
Filippo Fiorelli, Per Strand Hagenes, Menno Huising und Axel Zingle komplettieren die Aufstellung des niederländischen Teams.
Evenepoel, Pogacar und Skjelmose
Die Ausgabe 2025 des Amstel Gold Race bot ein dramatisches Finale
Klatscht 2Besucher 1
loading

Gerade In

Beliebte Nachrichten

Loading