Am Sonntag wird
Marianne Vos nicht bei der Ronde van Vlaanderen starten. Ihr
Team Visma | Lease a Bike teilte mit, dass die 38-Jährige das flämische Monument auslässt, um nach dem jüngsten Tod ihres Vaters Henk bei ihrer Familie zu sein.
Ein schmerzhafter Verlust
Es war seit Längerem bekannt, dass sich der Gesundheitszustand von Henk Vos verschlechterte. Bereits Mitte Januar kündigte Vos an, den Start ihrer Saison 2026 zu verschieben, und sie verzichtete komplett auf die Winter-Crosskampagne, um während seiner Krankheit in seiner Nähe zu bleiben.
Nach seinem Tod in der vergangenen Woche bestätigte Visma | Lease a Bike, dass die Kapitänin verständlicherweise eine Auszeit vom Peloton nimmt, um gemeinsam mit ihren Angehörigen zu trauern.
„Vos wird nicht starten, weil sie nach dem Tod ihres Vaters in der vergangenen Woche bei ihrer Familie ist“, erklärte das niederländische Team in einer
offiziellen Mitteilung. „Wir wünschen Marianne und ihren Liebsten viel Kraft und Unterstützung in dieser schweren Zeit.“
Einer von 258 Profisiegen in der Karriere von Marianne Vos
Ein unterbrochener Frühjahrskalender
Wegen der Erkrankung ihres Vaters begann Vos’ Saison deutlich später als üblich. Ihr Straßen-Debüt 2026 gab sie schließlich am 07.03. bei Strade Bianche,
wo sie einen sehr respektablen siebten Platz belegte. Eine Woche später stand sie beim Trofeo Alfredo Binda am Start und wurde Sechste.
Ursprünglich war sie für Mailand–Sanremo und Dwars door Vlaanderen vorgesehen, diese Rennen wurden jedoch aus ihrem Programm gestrichen. Nun ist auch die Ronde van Vlaanderen aus ihrem Kalender verschwunden.
Trotz der jüngsten Absage steht Vos weiterhin auf den Startlisten für Paris–Roubaix am 12.04. und das Amstel Gold Race am 19.04. Später im Jahr sind zudem Starts bei der Vuelta ab dem 03.05. und der Tour de France ab dem 01.08. geplant. Doch vorerst hat das Rennen Pause.