Wer hätte gedacht, dass die Lotto
Famenne Ardenne Classic (1.1) vom vergangenen Wochenende Einfluss auf den anstehenden Giro d’Italia haben würde. Zwei Tage vor dem Start sorgte die Nachricht von einer Krankheitswelle im Team Lotto-Intermarché für Unruhe in Bulgarien. Laut Berichten sind drei Fahrer betroffen, darunter Kapitän
Arnaud De Lie, während Liam Slock seine Nominierung zurückziehen musste.
Bei Lotto-Intermarché herrschte am Sonntag noch Feierlaune nach Arnaud De Lies erstem Saisonsieg, inzwischen dürfte man die Famenne Ardenne Classic jedoch als ein Scheiß-Rennen einstufen.
Arnaud De Lie wurde wenige Tage später krank. Het Nieuwsblad meldet, dass auch Milan Menten und Liam Slock nach dem wallonischen Rennen an Symptomen einer Magen-Darm-Grippe litten. De Lie und Menten sind auf dem Weg der Besserung, hoffentlich rechtzeitig für den Giro d’Italia, obwohl sie bei der Teampräsentation fehlten. Für Slock endete der Giro jedoch, bevor er begonnen hatte.
Joshua Giddings rückt kurzfristig für ihn nach. Auch andere Teams berichten nach dem Rennen am Sonntag von zahlreichen erkrankten Fahrern.
Beschissene Erfahrung
Zahlreiche beteiligte Mannschaften berichten, die Straßen in den Ardennen seien am Sonntag vielerorts mit Kuhdung und Spuren landwirtschaftlicher Fahrzeuge verschmutzt gewesen. In Kombination mit aufspritzendem Regenwasser hätten viele Fahrer anschließend Symptome einer Gastroenteritis entwickelt.
Recherchen von
WielerFlits ergeben, dass auch Abram Stockman und Joren Bloem von Unibet Rose Rockets nach der Famenne Ardenne Classic erkrankt meldeten. Die niederländischen Kontinentalteams METEC-SOLARWATT und BEAT CC p/b Saxo traf es hart, mit nicht weniger als vier Ausfällen, was die Zusammenstellung ausreichender Kader für die nächsten Rennen erschwert.
Andere in dieser Woche zum Giro reisende Teams, Alpecin - Premier Tech und Pinarello Q36.5 Pro Cycling, berichten derzeit von keinen gesundheitlichen Problemen ihrer Fahrer bei der Famenne Ardenne Classic. Dazu zählt bei Pinarello Q36.5 auch das Duo Matteo Moschetti und Fabio Christen, das am Freitag in Nessebar planmäßig am Start stehen sollte.