Italien steht vor schweren Organisationsproblemen – Premiere von Lyon-Torino abgesagt

Radsport
Donnerstag, 16 April 2026 um 10:00
Landscape TA 2022
Die Erstausgabe von Lyon–Torino (2.1), geplant für den 01.–03.07., wird nicht stattfinden, berichtet DirectVelo. Das ambitionierte Projekt wollte die französische und die italienische Metropole am Fuß der Alpen mit einem viertägigen Rennen verbinden, inklusive eines Bergzeitfahrens im klassischen „geteilten Renntag“-Format. Konkrete Details wurden jedoch nie vorgestellt, die Rundfahrt verschwand im Frühjahr stillschweigend ohne offizielle Mitteilung aus der UCI-Liste.

Absage von Lyon–Torino und Engpässe im Rennkalender

Mit mehreren neuen Rennen im italienischen Kalender vor dieser Saison herrschte verhaltener Optimismus unter Fans im Land zahlreicher Ikonen wie dem Giro d’Italia, Milano-Sanremo, Il Lombardia, Tirreno–Adriatico und zuletzt Strade Bianche.
Während Italien auf ein dichtes Programm im Nachwuchs- sowie Amateur/U23-Bereich verweisen kann, ist die „mittlere“ Kategorie eher dünn besetzt, mit einem Schwerpunkt rund um Il Lombardia und mehreren Eintagesrennen im Herbst.
Umso größer war die Freude über frühe UCI-Kalenderentwürfe für 2026 mit der Rückkehr des historischen Giro di Sardegna. Während diese fünftägige Rundfahrt planmäßig vorankam, hatten andere neue Events unter dem Patronat von ExtraGiro weniger Glück.

Ist der Rennkalender überfüllt?

Die Absage reiht sich in mehrere jüngste Streichungen des Veranstalters ein, darunter der Giro della Provincia di Reggio Calabria (1.1) am 10.04. und der neue Giro Magna Grecia (1.1), der vom 12. bis 16.04. den Süden Italiens auf die Karte setzen sollte.
Zur Erinnerung: A-Vélo, Organisator der Tour de l'Avenir und der Tour de l'Ain, sollte ExtraGiro bei der ersten Etappe unterstützen, die in Frankreich geplant war.
Die Absage verweist auch auf ein größeres Problem. Für neue Rennen wird es zuletzt immer schwerer, sich dauerhaft im Kalender zu etablieren. Steigende Kosten und ein dicht gedrängter Terminplan lassen Organisatoren kaum Spielraum, neue Formate nachhaltig aufzubauen.
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