„Ist es falsch von mir zu fragen, ob er sich auf andere Rennen konzentrieren sollte?“: Schonungslose Einschätzung eines belgischen Experten zu Evenepoel nach weiterer Niederlage gegen Vingegaard

Radsport
Montag, 30 März 2026 um 6:00
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Remco Evenepoel musste bei der Volta a Catalunya erneut Jonas Vingegaard den Vortritt lassen. Der Sturz zu Beginn der Rundfahrt liefert zwar eine gewisse Erklärung, doch nicht alle wollen es dabei belassen. Marc Sergeant, eine der respektiertesten Stimmen im belgischen Radsport, gab seine Analyse gegenüber Het Nieuwsblad – und sparte nicht mit deutlichen Worten.

Vingegaard untermauert seine These

Sergeant verwies direkt darauf, wie Vingegaard das Rennen nach seinen Vorstellungen formte. Besonders in der dritten Etappe, als der Däne auf der Ebene nicht mit Evenepoel zusammenarbeitete, um ihn später am Berg scheinbar mühelos abzuschütteln.
„Habt ihr gesehen, wie leicht Vingegaard bergauf weggefahren ist?“, fragte Sergeant rhetorisch. „Damit beweist er, dass es richtig war, am Mittwoch nicht mit Evenepoel zu kollaborieren. Warum sollte Vingegaard sich auf der Flachen verausgaben?“ Für Sergeant machte diese Konstellation den Tour-de-France-Titelverteidiger nicht nur zum stärkeren Kletterer, sondern auch zum taktisch klügeren Fahrer der beiden.
Sergeant anerkannte die Umstände. Es gab einen Sturz, und er war der Erste, der sagte, man „sollte vielleicht nicht zu hart urteilen“. Doch nach genau einem Satz wandte er sich den unbequemen Fragen zu.

Ein Kurswechsel?

Sergeant brachte zudem ins Spiel, dass Evenepoel seine Prioritäten grundsätzlich überdenken müsse. Mit dem Tour-de-France-Ziel vor Augen prallt der Belgier am Berg gegen Vingegaard immer wieder an Grenzen. „Da es für Evenepoel gegen Vingegaard erneut nicht aufzugehen scheint, ist es vermessen zu fragen, ob er sich auf andere Rennen fokussieren sollte?“, formulierte Sergeant unverblümt.
Während Evenepoel in Spanien den Gesamtklassement-Kampf vorbereitete, wurde in Italien ein Monument entschieden. Aus Sicht von Sergeant hätte er anders planen sollen. „In Sanremo hätte er vergangenen Samstag womöglich mehr bewirken können als hier in Katalonien“, schloss er.
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