Remco Evenepoel wird in den Bergen der Tour de France nicht auf denselben Rückhalt zählen können wie Tadej Pogacar oder Jonas Vingegaard – doch ein solcher Luxus ist ohnehin keinem anderen Team vergönnt. Der Olympiasieger könnte jedoch mit Valentin Paret-Peintre eine echte Geheimwaffe an seiner Seite haben, besonders in Pyrenäen und Alpen. Der Franzose sprach mit CyclingUpToDate über seine Rolle.
Trotz seines unbestrittenen Klettertalents steht der 24-Jährige in Lille vor seinem Tour de France Debüt. "Im Moment fühlt es sich ehrlich gesagt noch nicht besonders an. Aber morgen bei der Teampräsentation – wenn man die echte Tour-Atmosphäre spürt – könnte das anders sein. Bis jetzt ist es im Kopf wie bei einer anderen Grand Tour“, erklärte er bei der heutigen Mediarunde in Belgien.
Das Team bringt mit Ilan Van Wilder, Mattia Cattaneo und Valentin Paret-Peintre drei starke Helfer für die Bergetappen. Seine Aufgabe: "So lange wie möglich bei Remco bleiben – vor allem in den Bergen. Und wenn nötig, auch in die Ausreißergruppen gehen, um ihn im Finale zu unterstützen, wie wir es auf der letzten Etappe beim Dauphiné gemacht haben. Es wird sehr wichtig sein, in den Bergetappen präsent zu sein.“
Eigentlich war für Valentin Paret-Peintre in diesem Jahr der Giro d’Italia vorgesehen, doch eine Verletzung im Frühjahr warf seine Pläne über den Haufen. Da eine seriöse Vorbereitung nicht mehr möglich war, entschied sich das Team, ihn stattdessen auf die Tour de France auszurichten. Im Nachhinein wohl die richtige Wahl – schließlich musste Mikel Landa die Corsa Rosa bereits am ersten Tag aufgeben, Paret-Peintres Rolle wäre damit schnell hinfällig gewesen.
In den letzten Wochen spürte der Franzose einen deutlichen Formanstieg – und hofft, in der Tour doch noch das Leistungsniveau zu erreichen, das er ursprünglich für den Giro eingeplant hatte: "Ich hoffe es, aber es ist schwer zu sagen, denn meine Vorbereitung war komplett anders. Zwei Höhentrainingslager, das Critérium du Dauphiné – das ich noch nie gefahren bin – aber ich fühlte mich dort gut. Nicht in Topform, aber solide... Ich weiß, dass meine Form in den ersten Tagen der Tour noch steigen kann, deshalb hoffe ich, dass ich in der zweiten Hälfte mein bestes Niveau erreiche.“
Trotz seines Tour-Debüts steht Paret-Peintre unter Druck – nicht zuletzt wegen Evenepoels Ambitionen und der starken Konkurrenz. Doch er hat 2024 bereits bewiesen, dass er in der dritten Woche eines Grand Tours zur Elite der Kletterer zählen kann, etwa als Helfer von Ben O’Connor.
"Natürlich spüre ich den Druck, aber ich habe (noch) nicht das Niveau von Almeida oder Jorgenson… Normalerweise werde ich früher abgehängt, aber ich werde alles geben, um so lange wie möglich bei Remco zu bleiben. Wer weiß – vielleicht bin ich in der letzten Woche bei den letzten 15 oder 10 Fahrern dabei“, schloss er.
Sport ist für viele ein Hobby – für manche aber wird er zur Lebensphilosophie. So auch für Stefan, einen ehemaligen gesponserten Langstreckenläufer aus Deutschland, der heute seine Leidenschaft dem Radsport widmet.
Als Ultramarathonläufer bewies Stefan über viele Jahre hinweg außergewöhnliche Ausdauer, mentale Stärke und Disziplin. Das ständige Streben, persönliche Grenzen zu überschreiten, prägte nicht nur seine sportliche Laufbahn, sondern auch seine Haltung zum Leben. Doch wie so oft führt das Leben selbst zu neuen Wegen und Herausforderungen.
Mit Beginn der Corona-Pandemie fand Stefan Jung seine neue sportliche Heimat: den Radsport. Was als körperlicher Ausgleich begann, entwickelte sich rasch zu einer tiefen Begeisterung für das Radfahren – sei es auf der Straße, im Gelände oder als Zuschauer bei großen Rundfahrten. Die Verbindung aus körperlicher Leistung, taktischem Gespür und Teamdynamik faszinierte ihn vom ersten Moment an.
Seit dem 10. Januar 2025 engagiert sich Stefan aktiv für die Radsport-Community und unterstützt die Plattform radsportaktuell.de. Mit seiner Erfahrung aus dem Leistungssport und seiner neuen Leidenschaft für den Radsport bringt er wertvolle Perspektiven, Wissen und Begeisterung ein, um anderen Sportinteressierten fundierte Informationen, Inspiration und Motivation zu bieten.
Ob auf der Laufstrecke oder im Radsattel – Stefan zeigt, wie Sport Körper und Geist gleichermaßen formt und wie echte Leidenschaft Menschen miteinander verbindet.