INEOS-Transferbombe – Schlüsselmann von Movistar soll trotz Vertrag bis 2028 zum britischen Team wechseln

Radsport
Sonntag, 30 August 2026 um 12:15
Javier Romo Movistar Vuelta a Suiza
Javier Romo könnte im Zentrum eines der überraschendsten Transfers des Marktes stehen. Der Spanier, derzeit beim Movistar Team, verhandelt laut Daniel Benson über einen möglichen Wechsel zu Netcompany Ineos. Besonders brisant: Romo steht bei der spanischen Mannschaft noch für die Saisons 2027 und 2028 unter Vertrag.
Der Bericht schlägt für Movistar wie eine Bombe ein. Romo ist ein Schlüsselprofi innerhalb der spanischen Struktur und einer der wenigen im Kader, die in den vergangenen Jahren ein WorldTour-Rennen gewonnen haben. Das gelang ihm bei der Tour Down Under 2025, wo er eine Etappe gewann und seine Fähigkeit untermauerte, auf höchstem Niveau zu konkurrieren und zu siegen.
Die Lage ist komplex. Da sein Vertrag beim Movistar Team bis 2027 und 2028 läuft, bräuchte jeder Abgang in diesem Zeitraum das grüne Licht des spanischen Teams. Wie Benson erklärt, müssten Movistar und Netcompany Ineos eine Einigung erzielen, damit ein Transfer zustande kommt, und die spanische Mannschaft würde voraussichtlich eine Ablösesumme verlangen.
Es handelt sich also nicht um die einfache Verpflichtung eines vertragslosen Fahrers. Sollte es zu Fortschritten kommen, würde Romo Movistar vor Vertragsende verlassen und Netcompany Ineos müsste mit der in Navarra beheimateten Struktur einen Deal schließen.
Romo, Tour-de-France-Fahrer.
Javier Romo, ein Fahrer des Movistar Team. 

Ein herber Rückschlag für Movistars Neuaufbau

Der mögliche Abgang kommt zudem zu einem heiklen Zeitpunkt für das Movistar Team. Die Mannschaft steckt mitten in einem großen Neuaufbau und setzt klar auf junge Talente für die Zukunft. Mateo Ramírez, Hugo de la Calle, Iván Cobo, Javier Cubillas und Mads Landbo gehören zu jener neuen Generation, die die spanische Struktur prägt.
Romo, 27, stand für etwas anderes: ein bereits auf WorldTour-Niveau etablierter Fahrer, mit Erfahrung und nachgewiesener Fähigkeit, große Ergebnisse zu liefern.
Das ist einer der Schlüssel dieser Geschichte. Movistar würde sich nicht einfach von einem weiteren Kaderfahrer trennen. Es ginge um die verhandelte Freigabe eines Leaders und einer zentralen Quelle für UCI-Punkte.

Netcompany Ineos visiert einen Fahrer an, der bereits weiß, wie man gewinnt

Für Netcompany Ineos ergibt der Schritt vollends Sinn. Romo hat gezeigt, dass er um Top-Siege kämpfen und innerhalb eines WorldTour-Teams Verantwortung übernehmen kann.
Sein Triumph bei der Tour Down Under 2025 ist das deutlichste Beispiel, doch sein Wert geht über einen Einzelsieg hinaus. Der Spanier hat bewiesen, dass er in Rundfahrten und auf anspruchsvollem Terrain performen kann – ein besonders attraktives Profil für eine Struktur, die wieder an Bedeutung gewinnen will.
Nun bleibt abzuwarten, ob die Gespräche in Richtung einer Einigung vorankommen. Klar ist: Javier Romo, einer der prägenden Namen der Gegenwart und nahen Zukunft des Movistar Team, könnte unerwartet zur Schlagzeilenfigur des Transfermarkts werden.
Sollte er tatsächlich das Team wechseln, wäre das einer der überraschendsten Deals des gesamten Markts 2027.
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