Rune Herregodts könnte 2027 eine der nächsten Neuverpflichtungen des
Movistar Team auf dem
Transfermarkt werden. Nach mehreren Jahren bei
UAE Team Emirates - XRG könnte der belgische Meister zum rechten Hand des Landsmanns avancieren.
Laut
HLN hat sich der aktuelle belgische Straßenmeister mit der spanischen Mannschaft für drei Saisons geeinigt, auch wenn die Unterschrift noch nicht offiziell ist. Uijtdebroeks war bei der laufenden
Vuelta a España im Einsatz, musste aber nach einem Knöchelbruch aussteigen.
Der Transfer würde einen erfahrenen Fahrer bringen, der in den Klassikern, an langen Tagen und im Zeitfahren beitragen kann.
Herregodts, 28, würde damit nach zwei Saisons bei UAE Team Emirates-XRG das Umfeld wechseln. Der Belgier kam 2025 von Intermarché-Wanty zum Emirati-Team und übernahm seither vor allem Helferaufgaben. Zuvor wurde er mit einer Rückkehr zu Lotto - Intermarché in Verbindung gebracht, doch die Spanier scheinen sich durchgesetzt zu haben.
Den großen Durchbruch schaffte Herregodts in diesem Sommer bei den belgischen Meisterschaften. Der UAE-Profi holte in Brasschaat den Titel in einem Rennen, das zunächst als Sprintankunft galt, sich aber deutlich selektiver entwickelte.
Herregodts las das Rennen besser als alle anderen und setzte sich aus einer Dreiergruppe vor Jonas Rickaert und Fabio Van den Bossche durch. Der Sieg brachte ihm das Trikot in Landesfarben und stärkte zugleich seine Position auf einem Markt, in dem er bereits Erfahrung und Ergebnisse vorweisen konnte.
Er ist ohnehin kein Fahrer, der in dieser Saison aus dem Nichts auftauchte. Herregodts hatte seinen Werdegang längst um ein klares Profil gebaut: Wucht, Konstanz und die Fähigkeit, schnelle, anspruchsvolle Rennen zu kontrollieren.
2024 gewann er die Gesamtwertung der ZLM Tour sowie eine Etappe desselben Rennens. Sein Palmarès umfasst zudem die Ronde van Drenthe 2021, eine Etappe der Ruta del Sol 2022 und einen Erfolg bei der Sazka Tour.
Ein anderer Fahrertyp für das Movistar Team
Seine bevorstehende Verpflichtung entspricht einem Bedarf der Spanier: mehr Präsenz in Eintagesrennen und mehr Fahrer, die Verantwortung übernehmen, wenn das Feld zerfällt.
Herregodts ist weder ein reiner Sprinter noch ein Monument-Spezialist, bietet aber eine besonders nützliche Mischung. Er ist ein kraftvoller Rouleur, stark über lange Distanzen, effektiv im Zeitfahren und schnell genug, um aus reduzierten Gruppen zu gewinnen.
Diese Vielseitigkeit könnte ihn zu einem Schlüsselbaustein im Aufgebot machen. Sein Profil gibt ihm eine Rolle in Klassikern, belgischen Rennen, auf welligen Kursen oder an windigen, zehrenden Tagen, die das Feld ausdünnen.
Er kann zudem im Kollektiv beitragen. Seine Zeit bei UAE hat ihn daran gewöhnt, für Kapitäne zu arbeiten und Verantwortung in einer WorldTour-Struktur zu tragen, etwas, das Movistar sowohl bei einwöchigen Rennen als auch bei Grand Tours nutzen kann.
Drei Jahre für einen Tapetenwechsel
Die Vereinbarung, nach aktueller Informationslage, gilt für drei Saisons. Bestätigt sich der Deal, stößt Herregodts zu einem Movistar, das seinen Kader für 2027 mit einer Mischung aus jungen Fahrern und Routiniers formt.
Die Ankunft des Belgiers liefert genau Letzteres. Mit 28 Jahren kommt er nach Stationen bei Intermarché-Wanty und UAE Team Emirates-XRG und bringt WorldTour-Erfahrung aus unterschiedlichen Rennformaten mit.
Zudem verleiht ihm das Trikot des belgischen Meisters in seiner ersten Saison bei den Spaniern besondere Sichtbarkeit. Sein Sieg in Brasschaat zeigte, dass er Chancen nutzen kann, wenn er Freiheiten erhält.
Das ist tatsächlich einer der Reize seines Wechsels zu Movistar. Nach zwei Jahren in einer der stärksten Strukturen des Pelotons könnte der Belgier ein anderes Umfeld finden, mit Raum für neue Verantwortung und eigene Ergebnisse.
Ein langfristiger Transfer für Movistar
Movistar muss den Schritt noch offiziell machen, doch auf dem Papier passt Herregodts in ein Profil, das dem Kader wertvoll sein könnte. Er käme nicht als unangefochtener Kapitän, sondern als Baustein, der in diversen Szenarien Mehrwert liefert.
Seine Wucht kann Rennen härter machen, seine Erfahrung dient den Kapitänen, und seine Endschnelligkeit hilft in reduzierten Finals. All das nach dem wichtigsten Ergebnis seiner jüngeren Karriere in diesem Jahr: dem Titel als belgischer Meister.
Bestätigt sich sein Wechsel, tauscht Rune Herregodts 2027 das Trikot in Landesfarben gegen das Blau des Movistar Team. Ein Schritt, der die Klassiker- und Rouleur-Abteilung der Spanier spürbar verstärken würde.