Die vierfache slowenische Meisterin im Straßenrennen, Urska Zigart, war eine der auffälligsten Veränderungen im Frauenfeld vor der Saison 2025, als sie von Liv AlUla Jayco zum Team AG Insurance - Soudal wechselte. In Anbetracht der Tatsache, dass Zigarts Partner Tadej Pogacar ist, hat der ehemalige Soudal-Quick-Step-Chef Patrick Lefevere frech behauptet, dass Zigart ihrem neuen Teamkollegen Remco Evenepoel Insider-Informationen geben könnte.
"Wir werden Insider-Informationen haben, richtig?" Lefevere sagte dem Het Nieuwsblad gegen Ende des Jahres 2024. "Sie wissen, dass seine (Tadej Pogacars, Anm. d. Red.) Freundin Urska Zigart nächstes Jahr bei uns bei AG Insurance-Soudal fahren wird. Wir werden sie auf Herz und Nieren prüfen."
Dies führte sogar dazu, dass sich Pogacar selbst kürzlich zu den Gerüchten äußerte: "Sie geht in dasselbe Team wie Remco, was? Wird sie ihm meine Geheimnisse verraten?" fragte Pogacar lachend zu Sporza. "Ich glaube nicht, dass sie oft zusammen reiten werden. Urska würde Remco zu schnell zurücklassen."
Nun hat sich Zigart selbst zum Thema ihres Transfers und den möglichen Insider-Informationen, die sie Evenepoel im Kampf um die Tour de France 2025 geben könnte, geäußert: "Nein, das werde ich nicht tun. Ich mag den Wettbewerb", sagt die 28-Jährige gegenüber Sporza entschieden. "Umgekehrt wurde ich gefragt, ob er Paris-Roubaix fährt, aber auch das werde ich nicht verraten."
Nach ihrem Teamwechsel will sich Zigart nun ihren eigenen Ruf im Peloton erarbeiten und in die Fußstapfen ihres Superstar-Partners treten. "Ich hatte das Gefühl, dass es an der Zeit war, neue Horizonte zu erkunden. Vom ersten Gespräch mit Jolien D'hoore an hatte ich ein gutes Gefühl bei diesem Team. Es fühlt sich wirklich wie eine Wolfsfamilie an", erklärt sie. "Alle hier glauben an mich und wollen mir helfen. Sie ermutigen mich sehr stark. Wenn ich nur halb so viel Vertrauen in mich hätte, wie sie in mich, wäre ich schon sehr weit gekommen.
"Ich will mich einfach in allen Bereichen verbessern. Es ist an der Zeit, dass ich mehr Selbstvertrauen auf meinem Motorrad bekomme und um Siege fahre. Ich möchte meine Hände so weit wie möglich in die Höhe recken, wenn ich die Ziellinie überquere", fügt sie hinzu: "Ich arbeite genau so hart wie er. Deshalb setze ich mich selbst mehr unter Druck, seinem Beispiel zu folgen. Aber dadurch erhalte ich auch mehr Aufmerksamkeit. Ich habe das Gefühl, dass ich mich mehr beweisen muss.