Tom Pidcock erklärt, seine Position in der Gesamtwertung der
Tour de France mache ihn zu gefährlich, um in eine Ausreißergruppe gelassen zu werden. Rivalen erstickten seine Versuche auf der 18. Etappe sofort im Keim.
Der Kapitän des Pinarello Q36.5 Pro Cycling Team wollte die Fahrt nach Orcières-Merlette offensiv gestalten, wurde jedoch bei jedem Antritt eng bewacht. Er hat akzeptiert, dass der Rest seiner Tour ausschließlich über das Gesamtklassement ausgefochten wird.
„Heute war es definitiv nicht einfach, auch wenn der Schlussanstieg relativ kontrolliert war“, sagte Pidcock.
„Ich wollte noch einmal versuchen, in die Gruppe zu kommen, aber niemand wollte mich dort haben. Ich wusste schon vor der Etappe, dass ich auf aller schwarzer Liste stehe, also war es nicht möglich.“
Pidcock die Freiheit zum Angriff verwehrt
Pidcocks Vorstöße in die Gruppe wurden schnell neutralisiert, da die Teams um ihn herum in der Tabelle ihm keinen Raum nach vorn geben wollten.
Richard Carapaz setzte sich hingegen entscheidend ab und gewann in Orcières-Merlette, doch allein seine Präsenz in der Flucht verhinderte, dass Pidcock die Etappe nur als weitere Siegchance behandeln konnte.
„Wenn Richard Carapaz vorne ist, kannst du ihm nicht einfach freie Zeit geben“, sagte Pidcock. „Dafür habe ich zu viel Respekt vor einem Fahrer wie ihm.“
Als klar war, dass Pidcock nicht in die Gruppe gelassen wird, stellte Pinarello Q36.5 die Taktik um, schirmte ihn bis ins Finale ab und brachte ihn gut an den Schlussanstieg.
Carapaz holte den Sieg auf Etappe 18
Volle Konzentration auf das Gesamtklassement
Pidcock blieb am Anstieg nach Orcières-Merlette bei der Gruppe der Favoriten und erreichte das Ziel ohne Zeitverlust auf die unmittelbaren Konkurrenten.
„Ich werde mich jetzt wohl komplett bis Paris auf das Gesamtklassement konzentrieren“, sagte er.
Da seine Attacken umgehend beantwortet werden, bleibt Pidcock in den letzten Alpenetappen kaum etwas anderes übrig, als seine Position im direkten GC-Duell zu verteidigen und nach Möglichkeit zu verbessern.