„Ich schaue nicht zu sehr auf meine persönlichen Ziele“ – Isaac del Toro genießt das Weiße Trikot, doch der Fokus bleibt auf Pogacars Sieg

Radsport
Samstag, 11 Juli 2026 um 10:00
Isaac del Toro on Stage 6 of the 2026 Tour de France
Die Sprinter kamen in Bordeaux auf ihre Kosten – für die Klassementfahrer bedeutete das vor allem Vorsicht. An ruhigen Tagen wie diesem drohen oft die größten Umwälzungen, meist durch Stürze. Doch Etappe 7 verlief selbst in dieser Hinsicht unauffällig und ließ jene, die am Tourmalet alles investiert hatten – etwa Weißträger Isaac del Toro –, körperlich wie mental durchatmen.
Die Etappe startete mit einer Zweierflucht von Baptiste Veistroffer (Lotto-Intermarché) und Jakub Otruba (Caja Rural Seguros RGA) – ein Szenario, das die Sprinterteams problemlos kontrollierten. Als das Duo knapp unter 20 Kilometern vor dem Ziel gestellt war, steuerte das Rennen auf einen Massensprint zu, den Tim Merlier gewann.
Für UAE Team Emirates - XRG, das sowohl das Gelbe Trikot von Tadej Pogacar als auch das Weiße von Isaac del Toro zu schützen hat, bot sich eine der wenigen Gelegenheiten, kurz durchzuschnaufen und die Helfer für wichtigere Etappen zu schonen.
Del Toro, derzeit bei seiner dritten Grand Tour, nutzte die Etappe für eine weitere Lektion in Renn-Taktik: „Am Ende lief es auf einen Massensprint hinaus – im Feld herrschte weitgehend Einigkeit. Also habe ich versucht, aus dem Gröbsten rauszubleiben, den Körper kühl zu halten und sicher ins Ziel zu kommen.“

Weißes Trikot wäre ein Bonus

Die Ausgangslage im Gesamtklassement ist für die Emiratis derzeit nahezu ideal. Ihr Trumpf Tadej Pogacar hat das Rennen bereits mit komfortablem Vorsprung übernommen, während Ersatzkapitän Isaac del Toro nach der Tourmalet-Etappe auf Gesamtrang drei kletterte. Zudem trägt Del Toro das Trikot des besten Jungprofis. Wird UAE auch in dessen Verteidigung investieren?
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„Das Weiße Trikot kann ein Ziel sein, aber nicht jetzt. In erster Linie will ich dieses Erlebnis in Frankreich genießen. Ich habe großen Spaß, bin voll im Team eingebunden und ja, ich bin einfach glücklich, in dieser Position hier zu sein. Ich lebe einen Traum und schaue im Moment nicht zu sehr auf persönliche Ziele“, schloss er.
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