„Ich musste leiden, um dran zu bleiben“: Virus bremst Red Bull - BORA - hansgrohe beim Giro

Radsport
durch Nic Gayer
Donnerstag, 21 Mai 2026 um 13:30
GirodItalia2026 GiulioPellizzari 2
Red Bull - BORA - hansgrohe war als wohl größter Rivale von Jonas Vingegaard zum Giro d’Italia gereist, doch die erste Woche verlief für die deutsche Mannschaft nicht nach Wunsch. Aktuell kämpfen sowohl Giulio Pellizzari als auch Jai Hindley mit gesundheitlichen Problemen – und versuchen, im Rennen um das Podium den Anschluss zu halten.
Besonders Pellizzari wurde von einem Virus ausgebremst. Auf Etappe 9 zeigte der Italiener am Schlussanstieg nach Corno alle Scale eine ungewohnt verhaltene Leistung. Später wurden Magenprobleme als Ursache genannt.

Pellizzari hofft auf schrittweise Besserung

Die Beschwerden trafen nicht nur ihn: Auch Gianni Moscon und Jai Hindley trainierten Berichten zufolge am Ruhetag des Giro nicht. Im anschließenden Zeitfahren hielten sich Pellizzari und Hindley ordentlich – ein dringend benötigtes positives Signal für Red Bull - BORA - hansgrohe.
Giulio Pellizzari kämpft beim Giro d’Italia mit einem Virus, will im Gesamtklassement aber weiter angreifen
Giulio Pellizzari kämpft beim Giro d’Italia mit einem Virus, will im Gesamtklassement aber weiter angreifen
Doch auf Etappe 11 geriet Pellizzari erneut in Schwierigkeiten. „Ich habe heute wieder viel gelitten, aber wir haben uns erneut gerettet. Zum Glück ist es nur ein Virus, nichts anderes, einer reicht mehr als genug“, sagte Pellizzari gegenüber Cyclingnews.
„Es ist schwierig, unterwegs zu regenerieren, wir können nur auf eine schrittweise Besserung hoffen. Hoffentlich wird es heute in Novi Ligure etwas ruhiger. Wir haben hart gearbeitet, um beim Giro etwas zu erreichen, also müssen wir kämpfen, solange es geht.“
Red Bull - BORA - hansgrohe hatte immerhin das Glück, dass die Probleme nicht im Hochgebirge auftraten. Die Corsa Rosa befindet sich derzeit in einer Phase mit mehreren welligen Übergangsetappen, ehe die Rundfahrt am Samstag mit einem schweren Tag im Aostatal in die Hochalpen zurückkehrt.

Auch Hindley sucht noch nach seiner Bestform

Jai Hindley ist von den Magen-Darm-Problemen, die Pellizzari im Gesamtklassement zurückgeworfen haben, nicht in gleichem Maße betroffen. Dennoch räumt auch der Australier ein, noch nicht auf dem erhofften Niveau zu sein.
„Ich hatte keine Magenprobleme, es war etwas anderes. Ich bin nicht bei 100%. Mein Zustand entspricht meinem Aussehen nach dem Zeitfahren (blass, Anm.). Am Tag vor dem Ruhetag ging es mir nicht besonders gut. Zum Glück konnte ich mich am Ruhetag etwas erholen.“
Vor Etappe 12 liegen Pellizzari und Hindley auf den Rängen sechs und neun der Gesamtwertung. In der zweiten Rennhälfte wollen beide diese Positionen verbessern, doch Felix Gall und Thymen Arensman dürften im Kampf um das Podium äußerst harte Konkurrenten werden.
„Für mich macht ein 42-Kilometer-Zeitfahren keinen Spaß, wenn ich nicht bei 100% bin. Es war ein wirklich fordernder Test. Ich bin froh, dass ich durchgekommen bin. Ich hatte auf eine bessere Leistung gehofft und wäre bei 100% sicher stärker gefahren“, sagte Hindley weiter.
„Ich fuhr etwa 25 Watt unter meinem Normaltempo. Es war dennoch ein guter Einsatz, aber das Pacing war entscheidend. Hätte ich in der zweiten Hälfte voll durchgezogen, wäre es ein endloser Kampf geworden. Ich habe es gemanagt, fühlte mich aber nicht in Bestform. Ich musste leiden, um dran zu bleiben.“
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