„Ich komme zurück, um dieses Rennen zu gewinnen“: Tobias Johannessen verpasst den Sieg bei Mailand–Turin zum zweiten Jahr in Folge

Radsport
Donnerstag, 19 März 2026 um 8:00
Tobias Johannessen
Seit die Milano-Torino wieder als Vorbereitung und Appetithappen vor dem ersten Monument der Saison, der Milano-Sanremo, firmiert, liefert der italienische Eintagesklassiker Jahr für Jahr Spektakel. Auch 2026 machte keine Ausnahme. Mit dem traditionellen Doppelanstieg zur Superga war ein mitreißendes Duell der weltbesten Kletterer programmiert – alle mit einem Ziel: Nachfolger des Vorjahressiegers Isaac del Toro zu werden.
Anders als 2025 wurde bereits der erste Anstieg in teuflischem Tempo gefahren. Als die Favoriten schon am Limit waren, geriet die zweite Passage der Superga zum Überlebenskampf, aus dem Tom Pidcock als Sieger hervorging, vor Tobias Johannessen und Primoz Roglic.
Für den Norweger war das die Bestätigung einer starken Frühform nach Gesamtrang vier bei Tirreno–Adriatico. Und dennoch klang der Uno-X Mobility-Kapitän nach seinem Interview mit CyclingProNet mit Platz zwei nicht vollends zufrieden:
„Ich wollte hier unbedingt gewinnen, aber Tom ist im perfekten Moment gegangen und ich konnte ihn nicht mehr einholen. Chapeau an ihn – er war der Stärkste.“
Der 26-Jährige macht kein Geheimnis daraus, dass ein Rennen wie die Milano-Torino ihm genau liegt – und dass er es eines Tages gewinnen will. „Ich komme auf jeden Fall zurück und versuche, als Erster über die Linie zu fahren.“
Tobias Johannessen, Tom Pidcock und Primoz Roglic auf dem Podium der Milano-Torino 2026
Tobias Johannessen, Tom Pidcock and Primoz Roglic on the final podium of Milano-Torino 2026
2025 wurde Johannessen Dritter, hinter Sieger Del Toro und Ben Tulett. Damals gab er sich taktische Versäumnisse zu. Lief es seiner Meinung nach diesmal besser?
„Dieses Jahr bin ich mit meiner Fahrweise zufriedener, und ich glaube, es war eher so, dass er (Tom Pidcock) genau im richtigen Moment gegangen ist und ich die anfänglichen zehn Meter einfach nicht schließen konnte. Am Ende ging es dann mehr darum, Platz zwei zu sichern, und damit kann ich glücklich sein. Aber wir fahren immer für mehr als Platz zwei, also komme ich zurück“, schließt der Norweger.
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