„Ich kann zu den besten Sprintern der Welt gehören“ – Paul Magnier bestätigt seinen Durchbruch beim Giro d’Italia mit Triumph im Punkten-Trikot

Radsport
Montag, 01 Juni 2026 um 13:30
Paul Magnier
Paul Magnier hat endlich den Status erreicht, den sein Potenzial in den vergangenen Jahren versprach. Der Sprinter von Soudal - Quick-Step wurde nach einem makellosen Auftritt als neuer Maglia-Ciclamino-Träger des Giro d’Italia gekrönt, als mit Abstand erfolgreichster Sprinter des Rennens.

Magnier ohne Zweifel einer der Besten der Welt

Der Franzose, erst 22 Jahre jung, steht bereits bei 29 Profisiegen. In der vergangenen Saison war er der zweiterfolgreichste männliche Profi im Peloton, nur Tadej Pogacar gewann öfter. Vieles davon kam spät im Jahr bei kleineren Rennen, doch seine Konstanz übertraf alle Erwartungen. Man konnte einwenden, dass noch große Siege fehlten, doch das Selbstvertrauen aus dem Herbst hat er in diesem Frühjahr in Resultate umgemünzt.
„Ja, es stimmt, ich glaube, ich habe gezeigt, dass ich zu den besten Sprintern der Welt gehören kann“, sagte Magnier am Sonntag in Rom. Nach zwei vielversprechenden Etappensiegen bei der Volta ao Algarve zu Jahresbeginn lieferte der Franzose beim Giro d’Italia eine Leistung fürs Poesiealbum ab: drei Etappensiege, häufig im direkten Duell mit Jonathan Milan und Dylan Groenewegen, während er zugleich die Gefahr durch Jhonatan Narváez im Kampf um das anvisierte Trikot managte.
In Rom blieb ihm der Abschluss-Sieg verwehrt, doch er hatte da bereits mehr erreicht, als selbst die kühnsten Prognosen hergegeben hätten. „Ich möchte dem Team danken, das außergewöhnliche Arbeit geleistet hat. Ich glaube, ich hatte auf dieser Etappe einen der besten Anfahrerzüge, und meine Beine fühlten sich ebenfalls richtig stark an.“

Französische Meisterschaften als nächstes großes Ziel

Ein Schlüssel zu seinem Erfolg war der Anfahrerzug. Die Formation erreichte dank der Verpflichtung von Jasper Stuyven nahezu Perfektion; er war Migniers wichtigster Wegbereiter in den vergangenen drei Wochen. Nun wird er die Sprintambitionen des Teams andernorts weiter unterstützen.
„Ich denke, Jasper wird sich jetzt mit Tim Merlier auf die Tour de France fokussieren. Ich wünsche ihnen alles Gute. Tim ist für mich der schnellste Sprinter der Welt, und ich hoffe, dass er bei der Tour de France glänzen wird. Ich selbst versuche jetzt zu regenerieren, um ein starkes Saisonende zu haben“, ergänzt er.
Auf seinem Programm stehen in den kommenden Wochen bereits der Circuit Franco-Belge und die Muur Classic Geraardsbergen. Diese Rennen sind gesetzt, um den Rennrhythmus vor dem nächsten großen Ziel hochzuhalten: „Der Hauptfokus wird, denke ich, auf den französischen Meisterschaften liegen, gefolgt vom Saisonende bei der Tour de Pologne“.
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