"Ich habe in der Nebensaison aufgehört zu tanzen" - Toms Skujins erklärt seinen plötzlichen Aufstieg an die Spitze der Classics

Radsport
durch Cycloon
Sonntag, 31 März 2024 um 10:30
tomsskujins
Es ist nicht alltäglich, dass ein 32-Jähriger sein Spiel verbessern kann, doch Toms Skujins ist ein lebendes Beispiel dafür, dass dies noch möglich ist. Nach einigen Jahren, in denen der Lette nicht viel im Rampenlicht stand, ist er beim letztjährigen Giro d'Italia wieder erwacht und hat den Schwung über San Sebastian (6.), die Weltmeisterschaften (8.) und die Europameisterschaften (13.) bis ins Jahr 2024 mitgenommen. Mit dem zweiten Platz bei der Strade Bianche kann Skujins bereits von einem erfolgreichen Frühjahr sprechen, doch es kann immer noch mehr erreicht werden, gibt er gegenüber WielerFlits zu.
Da LIDL-Treks Klassiker-Aufstellung durch den Dwars door Vlaanderen-Sturz dezimiert wurde, könnte Skujins die beste Chance des amerikanischen Teams bei der Flandern-Rundfahrt 2024 sein - ein Rennen, das Skujins unweigerlich anspricht. "Wenn es einen Ort auf der Welt gibt, an dem der Radsport die größte Sportart und die größte Leidenschaft der Menschen ist, dann ist es Flandern. Sogar am Donnerstag, während unserer Trainingsrunde, waren viele Zuschauer da, die uns unterstützt haben. Es gibt einen Grund, warum die Leute es hier die Karwoche nennen. Es gibt keinen Belgier in Flandern, der kein Radsportfan ist."
"Meine Form ist jetzt besser als je zuvor. Leider fehlen uns Jasper Stuyven und Alex Kirsch, aber das Vertrauen in Mads Pedersen und mich ist gut. Lange Rennen liegen mir besser. Die Auswahl erfolgt nach den Beinen, die man hat, nicht nach der Positionierung. Wir müssen so hoch wie möglich zielen."
Im Frühjahr war Skujins nur selten in Bestform, doch mittlerweile scheint alles wie am Schnürchen zu laufen. Der Grund dafür ist so skurril, wie man es von dem exzentrischen Letten erwarten würde. "Ich habe in meiner Nebensaison aufgehört zu tanzen", erklärt er. "Volkstanz ist in Lettland sehr groß. Wir lieben Tanzen und Singen. Aber ich habe das geopfert, um mehr Energie für das Training zu haben. Das ist die ganze Wahrheit. Einmal alle fünf Jahre findet das lettische Lieder- und Tanzfestival statt. Betrachten Sie es als die Olympischen Spiele für Letten. In einem überfüllten Stadion tanzen Tausende von Menschen und zeigen dabei alle möglichen lettischen Symbole und Ornamente. Das ist super cool. Also mache ich das nicht mehr und schaue es jetzt nur noch."

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