Adam Yates hat den Gesamtsieg bei O Gran Camiño 2026 mit einer kontrollierten Fahrt am Schlussanstieg zum Monte Santa Trega abgesichert und eine Woche konstanter Autorität in ein klares Ausrufezeichen vor dem Giro d’Italia verwandelt.
Der Profi von
UAE Team Emirates - XRG musste für den Gesamterfolg nicht die Etappe gewinnen und wurde nach einem engen Bergsprint der stärksten Fahrer Dritter hinter Alessandro Pinarello und Jorgen Nordhagen.
Kontrolliertes Finale besiegelt Gesamtsieg
Die Schlussetappe verlief wie erwartet: Die frühe Flucht wurde vor dem Schlussanstieg gestellt, danach reduzierte sich das Rennen auf eine ausgewählte Favoritengruppe.
Yates blieb im Finale ruhig, ließ sein Team das Tempo kontrollieren und übernahm am Berg selbst Verantwortung. „Es ist ein harter Anstieg, kurz, aber explosiv. Die Steigungen waren nicht extrem, aber mit dem Wind war es nicht einfach“, sagte er im Ziel. „Ich habe versucht, alles unter Kontrolle zu halten und das Tempo hochzuhalten. Deshalb bin ich nach vorn gefahren und mein eigenes Tempo gefahren.“
Dieser Ansatz sorgte dafür, dass das Rennen trotz Attacken in den Schlusskilometern nie entglitt. Als die entscheidende Bewegung kam, konnte Yates reagieren und bei seinen engsten Rivalen bleiben, mögliche Zeitverluste minimieren. „Das Gefühl auf dem Kopfsteinpflaster war nicht großartig, ich habe ein wenig gelitten. Am Ende habe ich den Gesamtsieg gehalten, das ist entscheidend.“
Vom Rennkontrolleur zum Giro-Fokus
Auch wenn der Etappensieg an einen anderen ging, war der Gesamterfolg nach der zuvor herausgefahrenen Führung von Yates kaum noch in Gefahr.
Seinen Vorsprung auf Jorgen Nordhagen und Alessandro Pinarello verteidigte er am letzten Tag ohne Hektik und unterstrich damit die Kontrolle, die er in den entscheidenden Rennphasen ausübte. „Das Rennen insgesamt war wirklich schön, und der Gewinn der Gesamtwertung ist wichtig, also bin ich zufrieden“, sagte er.
Aussagekräftiger war jedoch, wohin sein Fokus unmittelbar nach dem Titelgewinn wanderte. „Jetzt geht’s zurück ins Höhentrainingslager zur Vorbereitung auf den Giro. Wir werden dort mehrere Optionen haben, wichtig ist, mit den richtigen Beinen und der richtigen Form anzureisen.“
Adam Yates während der 2. Etappe der Tour Down Under 2026
Eine Woche, die Schwung bringt
Yates verlässt Galicien nicht nur mit dem Gesamtsieg, sondern mit einer Leistung, die seine Position für die nächste Saisonphase stärkt. Die Kombination aus einem früheren Etappenerfolg und einem souverän kontrollierten GC-Triumph zeigt einen Fahrer, der seine Form zum richtigen Zeitpunkt aufbaut – passend zu den Anforderungen des nahenden Giro d’Italia.
Mit João Almeida, der ebenfalls in den Teamplänen erwartet wird, reist UAE Team Emirates - XRG mit mehreren Karten an. Doch Yates’ Auftritt bei O Gran Camiño hat bereits sichergestellt, dass sein Name im Zentrum dieser Debatte steht.
Für den Moment ist das Ergebnis Bestätigung und Signal zugleich: Die Form stimmt, der Ansatz ist klar, und das nächste Ziel ist gesetzt.