UAE Team Emirates - XRG und
Tadej Pogacar rechnen damit, dass
Jonas Vingegaard auf der Col du Tourmalet in der 6. Etappe der
Tour de France angreift. Auf der ersten echten Bergetappe des Rennens erwarten die Fans die erste klare Hierarchie unter den Favoriten.
Pogacar und Vingegaard liegen im
Gesamtklassement zeitgleich, während Rivalen wie Remco Evenepoel, Paul Seixas und Juan Ayuso knapp dahinter lauern. Die Vorabfavoriten haben jedoch bereits deutlichen Rückstand auf das Gelbe Trikot.
Torstein Traeen trägt seit Etappe 4 das Leadertrikot und liegt mehrere Minuten vor Pogacar und Co. Der Norweger führt nach einem Ausreißercoup am Dienstag unerwartet das Rennen an, wird auf Etappe 6 und weiteren Bergetappen aber voraussichtlich Zeit verlieren.
Für die 6. Etappe ragt jedoch der Col du Tourmalet heraus. Der ikonische Pyrenäenpass wird 38 Kilometer vor dem Ziel überquert, danach folgt eine Abfahrt und ein langer, 18 Kilometer kurzer Anstieg hinauf zur Zielankunft.
Matxín Joxean Fernández, Teammanager von UAE, ist überzeugt, dass Visma | Lease a Bike und Vingegaard am Tourmalet attackieren werden, um die Favoritengruppe zu reduzieren.
UAE erwartet einen Angriff von Vingegaard
„Ich denke, wir werden dort einen Angriff von Jonas Vingegaard sehen, um die Gruppe auszudünnen. Das wird ein entscheidender Anstieg“, sagte Matxín zu
In De Leiderstrui.Was den UAE-Plan für die Etappe angeht, kann Pogacars Tagesform oder Gefühl selbst die bestausgearbeiteten Vorhaben stark verändern. Zunächst gilt für Matxín: die Ausreißergruppe eng überwachen und verhindern, dass Klassementfahrer Vorteile herausfahren.
„Grundsätzlich kann unser Leader Pogacar einfach mitgehen. Wir haben jeden Tag einen Plan, aber es stimmt, dass dieser nicht in Stein gemeißelt ist“, so Matxín.
UAE will die Flucht kontrollieren, doch Pogacar könnte den Plan ändern
„Die Anfangsphase wird ein Kampf um die Gruppe sein, und wir werden sehen, ob gefährliche GC-Fahrer dabei sind. Davon abhängig entscheiden wir, ob wir das Tempo machen oder nicht.“
Danach entscheidet Pogacar. Der Slowene greift bekanntlich situativ und aus dem Gefühl heraus auch aus der Distanz an und wirft damit mitunter den Teamplan um – meist mit Etappensieg und großen Zeitgewinnen als Resultat.
„Wenn es anders läuft und Tadej zur Hälfte signalisiert, dass er sich gut fühlt, kann sich alles ändern“, sagte er.
Bis Pogacars Instinkt übernimmt, gibt es einen Ablauf: „Wir haben für Etappe 6 einen Plan, so wie für die anderen Etappen auch. Aber ob Tadej angreift, hängt manchmal vom Moment und seinem eigenen Instinkt ab.“