Während der Sieg des zurückkehrenden Superstars Remco Evenepoel und sein spannendes Duell mit Wout van Aert die Schlagzeilen des Brabantse Pijl 2025 beherrschten, gewann UAE Team Emirates - XRG Wunderkind Antonio Morgado kurz nach den beiden Belgiern den Sprint aus dem Hauptfeld um den letzten Platz auf dem Podium und fügte seinem Palmares in aller Stille eine weitere herausragende Leistung hinzu.
Der 21-jährige Portugiese hat in der Saison 2025 bereits mit zwei Siegen auf sich aufmerksam gemacht. Auf dem letzten Podium eines prestigeträchtigen belgischen Klassikers neben so illustren Leuten wie Evenepoel und Van Aert zu stehen, ist jedoch ein weiterer Meilenstein in Morgados junger Karriere. "Ich bin sehr stolz darauf, mit diesen beiden belgischen Legenden zusammen zu sein", sagt er im Interview nach dem Rennen mit einem Lächeln. "Es ist eine große Freude."
Mit Blick auf seine bisherige Classics-Saison ist Morgado jedoch nicht ganz so begeistert. "Ich glaube, ich hatte ein bisschen Pech. Ich hatte eine gute Vorbereitung und fühlte mich am Anfang sehr gut. Aber nach Omloop musste ich neun Tage lang pausieren, das war schon hart", erklärt er.
"Heute war es wieder hart. Ich habe mich in diesem Rennen wirklich nicht gut gefühlt und wurde einige Male abgehängt. Aber ich weiß, dass man bei solchen Rennen nie aufgibt", so Morgado weiter. "Am letzten Anstieg habe ich mich gut gefühlt, also ja, ich habe mein Bestes gegeben. Ich fahre jetzt nicht in den Ardennen, aber ich habe noch zwei Rennen (Vuelta Asturias & Eshborn-Frankfurt, Anm. d. Red.) vor meiner großen Pause in der Mitte der Saison, also werde ich versuchen, etwas zu tun!"
Oliver Ried ist seit Anfang 2025 Redakteur bei Radsportaktuell.de. Er berichtet dort über den professionellen Radsport und begleitet das Geschehen von der WorldTour bis zu wichtigen nationalen und internationalen Rennen. Sein Schwerpunkt liegt auf aktuellen Rennberichten, Einordnungen und Hintergrundtexten, mit denen er sportliche Entwicklungen im Peloton verständlich und präzise erklärt. Bei großen Renntagen arbeitet er zudem mit Live-Formaten, um das Geschehen fortlaufend zu dokumentieren und zeitnah einzuordnen.
Oliver ist in Würzburg stationiert. Neben seiner redaktionellen Arbeit ist er sportlich selbst aktiv und bringt dadurch zusätzliche Praxisnähe in seine Berichterstattung ein. Er studiert Grundschullehramt und legt bei seinen Artikeln Wert auf sorgfältige Quellenprüfung, klare Einordnung und verlässliche Informationen. Inhalte aktualisiert er, sobald neue, gesicherte Details vorliegen.