„Ich will kämpfen“ – Wout Van Aert bereit, es bei Middelkerke–Wevelgem mit den Besten aufzunehmen

Radsport
Sonntag, 29 März 2026 um 12:30
Wout van Aert
Team Visma | Lease a Bike jagt heute in Middelkerke–Wevelgem den Sieg – und die größten Hoffnungen des niederländischen Teams ruhen auf Wout van Aert. Nach einem maßgeschneiderten Fahrplan gibt er an diesem Sonntag sein Comeback bei den Kopfsteinpflaster-Klassikern.
Der Belgier verzichtete bewusst auf die E3 Saxo Classic, um vor den zwei Renntagen, die als Anlauf für die Flandern-Rundfahrt dienen, zusätzliche Trainingsarbeit zu leisten. Diese Entscheidung bereute er nicht, obwohl er das hochintensive Rennen im TV verfolgte.
„Nein, ich war nicht enttäuscht. Außer für meinen Teamkollegen Per [Strand Hagenes], der den Sieg knapp verpasst hat“, sagte er heute Morgen in Middelkerke gegenüber Sporza. „Wie ganz Flandern habe ich vor dem Fernseher mitgefiebert. Aber man trifft Entscheidungen – und dann schaut man ein Rennen mit anderen Augen.“
Die Form des Belgiers ist stark: Er überzeugte bei Tirreno–Adriatico und untermauerte das mit Rang drei bei Mailand–Sanremo, obwohl er in Tadej Pogačars Sturz verwickelt war und durch einen Radwechsel zusätzlich Zeit verlor.
Nun wechselt er in die belgischen Klassiker, und Wevelgem liegt ihm – mit weniger Anstiegen, an denen ein Fahrer wie Mathieu van der Poel entscheidend differenzieren kann, und mehr Schotter- sowie Flachpassagen, die Van Aerts Fähigkeiten entgegenkommen.
Visma setzt Van Aert als Haupttrumpf, aber nicht als einzige Option. Matthew Brennan ist eine Möglichkeit für den Sprint, auch wenn seine Form fraglich ist; Ex-Sieger Christophe Laporte ist – wie Van Aert – für nahezu jedes Rennszenario gewappnet. Per Strand Hagenes fehlt zwar, doch die Mannschaft hat mehrere Karten in der Hand.
„Es wäre logisch, dass er (Brennan, Anm.) auf den Sprint spekuliert und ich das Rennen schwer mache. Aber zwischen Start und Ziel kann viel passieren. Gent–Wevelgem (heute Middelkerke–Wevelgem, Anm.) ist ein Rennen, das in beide Richtungen kippen kann, auch wenn inzwischen häufig die Ausreißer obsiegen. Auf jeden Fall will ich den Kampf annehmen.“
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