Der Sieg bei der
Tour de France 2026 dürfte in einem Duell zwischen Tadej Pogačar und Jonas Vingegaard entschieden werden. Daran hat sich in den vergangenen Jahren wenig geändert. Laut
Michael Boogerd schmälert das das Spektakel jedoch keineswegs. Zumal der Slowene hochmotiviert wirkt, mit fünf Gesamtsiegen in die Reihe der Größten der Geschichte aufzuschließen.
Diese Motivation spiegelt sich in der Art wider, wie Pogačars Teamkollegen von UAE Team Emirates – XRG Rennen bestreiten. Während Tadej Pogačar die Ronde van Zwitserland dominierte, schafften es drei weitere Teamkollegen in die abschließenden Top 10.
Doch es sind natürlich Pogačars große Auftritte, die ins Auge stechen. „Wenn man sieht, wie er in den Sommer startet, deutet das nicht auf einen Fahrer hin, der am Ende seiner Kräfte ist“, sagt der NOS-Analyst.
Der niederländische Experte hat keinen Zweifel, dass Pogačar im Juli alles investieren wird, um sich durchzusetzen. „Wenn man ihn fahren sieht, erkennt man einen Fahrer, der bis in den kleinen Zeh motiviert ist. Er will gewinnen. Er ist zurück für seinen fünften.“
Pogačar ist nicht langweilig
Der Favoritenkreis ist so breit wie in den meisten Jahren dieses Jahrzehnts, dennoch findet Boogerd die Dynamik keineswegs eintönig. Im Gegenteil: Er schätzt das Spektakel, das Pogačar nahezu garantiert. Ob in den Bergen oder in jeder anderen passenden Rennsituation.
„Nein, die Tour ist niemals langweilig. Pogačar fährt ganz anders als in den Klassikern, wo er schon 60, 70 oder 80 Kilometer vor dem Ziel attackiert“, erklärt er. „Das wird er bei der Tour nicht tun. Deshalb bleibt es bis zum Schlussanstieg spannend.“
Pogačar und Vingegaard werden die Headliner der Tour de France sein
Analysten versuchen, den französischen Hoffnungsträger Paul Seixas oder das Red-Bull-Duo Florian Lipowitz und Remco Evenepoel als mögliche Herausforderer des überragenden Duos zu positionieren, doch Boogerd gehört nicht dazu.
„Ich freue mich auf dieses Vingegaard-Pogačar-Duell“, schließt Boogerd. „Und was den Rest betrifft: Bei allem Respekt, es wäre sehr ungewöhnlich, wenn sie plötzlich das Niveau dieser beiden erreichen könnten.“