„Es tut gut, wieder Fortschritte zu sehen“ – Max Schachmann löst das Rätsel um seine Verletzung und kämpft sofort um die Top 10

Radsport
Donnerstag, 13 August 2026 um 9:15
Schachmann
Auch wenn er zunehmend vom Versprechen zum Routinier reift, bleibt Rückkehrer Max Schachmann für Soudal - Quick-Step die zentrale Figur im Kampf um GC-Ergebnisse bei einwöchigen Rundfahrten. Zumindest war das der Plan; doch 2026 wurde nicht das Jahr des 32-jährigen Deutschen.
Eine rätselhafte Verletzung zwang Schachmann dazu, trotz Wettkampfbetriebs mit einem diffusen Gefühl im Bein zu fahren. Die Beschwerden spiegelten sich sofort wider: Platz 61 bei der Tour de Romandie und Rang 49 bei der Ronde van Zwitserland – Rennen, in denen er normalerweise die Top 10 anpeilt.
„Die Saison ist bislang nicht so gelaufen, wie ich es mir erhofft hatte, und lange Zeit konnte ich nicht verstehen, warum ich mich nicht wie ich selbst fühlte oder entsprechend performte“, erklärte Schachmann in seiner Instagram-Story.
Schließlich kam im vergangenen Monat die Erklärung für seinen Zustand: „Im Juli habe ich endlich herausgefunden, dass ich mit einer Tendinopathie am proximalen Hamstring-Ansatz zu kämpfen habe. Eine Erklärung dafür zu haben, was mich ausbremst, war ein wichtiger Schritt, und seit Beginn der Behandlung geht es in die richtige Richtung.“
Eine klare Diagnose und ein Reha-Fahrplan waren genau das, was Schachmann brauchte. Nach etwas Ruhe lösten sich die meisten Probleme, und er präsentierte sich bei der Polen-Rundfahrt bereits deutlich frischer. Dort wurde er nach Platz sieben auf der 6. Etappe in der Gesamtwertung 17..
Einziger Wermutstropfen blieb die schwache Zeitfahrleistung – Rang 52 – die ihn eine realistische Chance auf die Top 10 kostete.
„In Polen habe ich mich bereits deutlich besser gefühlt, auch wenn das Problem noch nicht verschwunden ist und ich mich mitten im Genesungsprozess befinde. Vor allem in der Zeitfahrposition tue ich mich weiterhin schwer und bin definitiv noch nicht dort, wo ich sein will.“
„Aber es tut gut, wieder Fortschritte zu sehen und mich auf dem Rad wieder mehr wie ich selbst zu fühlen. Ich werde hart weiterarbeiten, Tag für Tag, und alles geben, um das Beste aus dem Rest dieser Saison herauszuholen“, schließt er ab.
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