„Es konnte gar nicht anders sein“: Remco Evenepoel peilt 2026 drei Meistertitel an

Radsport
Samstag, 14 März 2026 um 8:30
RemcoEvenepoel (3)
Obwohl die Radsaison gerade erst begonnen hat, stecken Teams und Verbände ihre Jahresziele bereits ab. In Belgien hat Nationaltrainer Serge Pauwels mit seinem Aushängeschild Remco Evenepoel gesprochen, um dessen Schwerpunkte für die wichtigsten Termine 2026 zu definieren.
Evenepoel kommt aus einem herausragenden 2025 im Zeitfahren, mit Titeln auf nationaler, europäischer und Weltbühne. Auf der Straße war er ebenfalls nahe dran, verpasste den Sieg aber dreimal knapp: zuerst hinter Tim Wellens bei den Landesmeisterschaften und anschließend geschlagen von Tadej Pogacar bei Europameisterschaft und WM.
Über den Winter hatte Evenepoel bereits angedeutet, den Fokus stärker auf Straßenrennen statt auf die Uhr zu legen. Pauwels bestätigte dieses Szenario nun bei der Einordnung des Kalenders der großen Meisterschaften im Spätherbst.
2026 stehen die Straßen-Weltmeisterschaften und die Zeitfahr-Weltmeisterschaften in Montreal an, dazu die Straßen-EM und die Zeitfahr-EM in Ljubljana, Slowenien. Bei letzterer ist ein Start jedoch wegen der Nähe zu Il Lombardia unwahrscheinlich. Damit dürfte er Pogacar auf drei dieser Bühnen direkt gegenüberstehen.
Der Nationaltrainer erklärte, der Terminplan sei für Evenepoel nicht ideal, wenn er jedes Event in Topform angehen wolle.
„Remco ist sehr darauf aus, die Europameisterschaft zu fahren. Aber das Einzelzeitfahren liegt terminlich ungünstiger als im Vorjahr: am Mittwoch nach dem EM-Straßenrennen“, sagte Pauwels.
Il Lombardia im Blick
Der belgische Coach erläuterte auch, warum die Organisatoren diese Reihenfolge gewählt haben: „Das bedeutet, es findet vier Tage vor Il Lombardia statt. Anders geht es kaum. Hätten sie es auf den Mittwoch vor dem EM-Straßenrennen gelegt, hätten die Fahrer noch mit dem Jetlag nach der WM in Kanada zu kämpfen. Ich verstehe also den Kalender, aber für Remco hat das Konsequenzen.“
Daher könnte Evenepoels Ansatz für die EM angepasst werden. „Sein Ziel bei der Europameisterschaft wird daher das Straßenrennen sein“, bestätigte Pauwels. „Bei der WM in Kanada geht er wieder auf beide Titel; das haben wir bereits besprochen.“
In dieser Konstellation könnte Evenepoel bis zu drei der vier großen Titel im internationalen Kalender anpeilen, wenn er das EM-Straßenrennen gewinnt und in Montreal um beide Regenbogentrikots kämpft.
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