„Es hätte vielleicht anders laufen können“: Fahrer reagieren auf die gefährliche 7. Etappe bei Paris–Nizza

Radsport
Sonntag, 15 März 2026 um 9:00
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Die siebte Etappe von Paris–Nizza stand wegen heftigen Winterwetters kurz vor der Absage. Nach langen Diskussionen und größeren Routenänderungen stellten sich die Fahrer schließlich Regen und Schnee. Das Feld brachte den Tag ins Ziel, doch die gefährlichen Schlusskilometer entfachten unter den Fahrern eine Debatte, ob die Organisatoren die sicherste Wahl getroffen hatten.

Wunsch nach einem früheren Ziel

Obwohl der Veranstalter ASO die Strecke anpasste, um das schlimmste Wetter zu umgehen, fanden einige Fahrer, dass es nicht weit genug ging. Gesamtführender Jonas Vingegaard wurde in den chaotischen Schlusskilometern durch einen Sturz aufgehalten und meint, die Etappe hätte früher enden sollen.
„Es hätte vielleicht anders laufen können“, sagte Vingegaard. „Es war rutschig und es gab schwere Stürze. Es wäre kein Problem gewesen, den Zielstrich 10 Kilometer früher zu setzen.“
Sein Teamkollege Victor Campenaerts stimmte dem Gesamtführenden zu. Er war froh, sicher ins Ziel gekommen zu sein, fand den Zielort aber ebenfalls heikel. „Am Ende ging es ohne größeren Schaden“, sagte Victor Campenaerts danach. „Es wäre interessant gewesen, noch ein wenig früher zu beenden.“
Vingegaard und Campenaerts blieben zwar auf dem Rad, doch nicht alle hatten dieses Glück. Vito Braet war in einen Sturz verwickelt, beruhigte seine Fans aber schnell. „Ich habe ein paar Schürfwunden, aber sie sind oberflächlich“, sagte er.
Trotz seines Sturzes hält Braet die Startverlegung für eine sehr kluge Entscheidung der Organisatoren. „Ich denke, wir haben richtig entschieden, nicht in Nizza zu starten. Dort herrschte stürmisches Wetter. Unterwegs war es am Ende weitgehend trocken.“
Die Bedingungen waren für die Fahrer extrem ungünstig
Die Witterungsbedingungen waren für die Fahrer äußerst ungünstig

Sitzende Enten im Tauwetter

Trotz der Änderungen blieben die Straßen heimtückisch. Campenaerts schilderte, wie riskant Abfahrten und Kurven bei Frost waren. „Es lag etwas Schmelzschnee. Wenn man dann bremsen muss, ist man eine sitzende Ente. Gut, dass wir nicht mehr bergauf fahren mussten.“
Auf die Frage, ob es überhaupt richtig war zu fahren, erklärte Campenaerts, die Fahrer müssten im Feld auch selbst Verantwortung für ihre Sicherheit übernehmen. „Im Rahmen des Möglichen, ja. Ich denke, wir haben als Team versucht, es sicher zu halten, indem wir ein Zeichen gesetzt haben, dass man es nicht zu wild treiben sollte.“
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