Team Visma | Lease a Bike hat beim katalanischen Grand Départ drei große Prüfungen im Kampf ums Gesamtklassement bestanden – und sie mit
Jonas Vingegaard zeitgleich mit Tadej Pogacar beendet. Diese Konstellation hätte sich am Mittwochnachmittag in Pau zugunsten des Slowenen ändern können, doch dank schneller Reaktion des niederländischen Teams verhinderte Vingegaard nach einem Sturz jeden Zeitverlust.
Vingegaard verhindert unnötigen Zeitverlust auf Pogacar
Das Finale der 5. Etappe war schnell und nervös, die Sprinterteams kämpften um jeden Meter Straße. Der technische Abschnitt des Sprints begann 5,8 Kilometer vor dem Ziel, dort kam es zu einem Massensturz mit zahlreichen Gestürzten.
Zunächst war unklar, inwiefern Jonas Vingegaard betroffen war. Ob er selbst zu Boden ging, ließ sich in dem Moment nicht bestätigen, doch auf dem Visma-Bus wurde kurz darauf bekannt: Der Däne musste das Rad wechseln. Das erklärte seine späte Zielankunft, rund 25 Sekunden hinter dem ersten Feld, führte aber nicht zu einer Lücke gegenüber Fahrern wie Pogacar und Remco Evenepoel.
Sportdirektor
Marc Reef bestätigte gegenüber
Sporza das Ausbleiben von Zeitabständen: „Überall fuhren Fahrer dazwischen, daher gab es keine Lücken von drei Sekunden. Zwischen Pogacar und Jonas lagen etwa zehn Sekunden, aber mit Fahrern dazwischen, was bedeutet, dass alle dieselbe Zeit bekommen.“
Ein Sturz 5,8 Kilometer vor dem Ziel prägte das Ende der 5. Etappe der Tour de France
Victor Campenaerts überließ Pogacar sofort sein Rad
Dennoch gab es bange Momente, wie Reef gegenüber
TV2 erklärte. „Wir hörten, dass Jonas im Sturz war oder zumindest irgendwie verwickelt. Er bekam schnell ein neues Rad von
Victor Campenaerts, und die Jungs waren rasch bei ihm. Sie sind hart für ihn gefahren, und am Ende kamen alle zur gleichen Zeit ins Ziel.“
Die schnelle Reaktion hielt den Dänen im Feld, anschließend brachte ihn das Team zurück in eine Position ohne Zeitverlust. Ein geretteter Tag für Visma, das sonst im Duell gegen UAE Team Emirates - XRG wertvolle Sekunden hätte einbüßen können – ein Kampf, der bislang über Kleinstabstände läuft.
„Wir wussten, dass dort eine gefährliche Kurve mit einem Bordstein auf der rechten Seite kommt. Wir hatten das auf dem Zettel. Ich finde trotzdem, dass wir das Finale gut gefahren sind und gemeinsam präsent waren“.
„Es wird immer etwas hektisch, wenn es einen Sturz gibt, aber am Ende bekam Jonas das Rad von Victor, wir fuhren hart bis zur Ziellinie, und es hat uns nichts gekostet“, schloss Reef.