Paul Magnier hat die 4. Etappe der
Volta ao Algarve 2026 mit einem abgeklärten, kraftvollen Sprint in Lagos gewonnen und Soudal - Quick-Step nach einem langen, kontrollierten Tag im Peloton zum Sieg geführt.
Die Ausreißer wurden 25 Kilometer vor dem Ziel gestellt, und von da an schien der Ausgang programmiert. Tudor Pro Cycling Team, UAE Team Emirates - XRG und Lidl - Trek setzten sich abwechselnd an die Spitze, bevor die reinen Sprintzüge in den letzten zehn Kilometern das Kommando übernahmen.
Gegenwind auf der Zielanfahrt sorgte für Zurückhaltung. Keine Mannschaft wollte zu früh investieren. Die Positionskämpfe wurden intensiver, je näher das Feld der Zielgeraden kam.
Gut 700 Meter vor dem Ziel eröffnete Tim Torn Teutenberg den Sprint und zog das Feld in die Länge. Lotto Intermarché war dahinter sortiert, Joshua Giddings pilotierte Arnaud de Lie in Stellung. Magnier wartete einen Moment länger.
Als sich die Straße auf den letzten 200 Metern öffnete, beschleunigte der Franzose sauber, setzte sich ab, hielt Linie und Tempo und holte einen überzeugenden Sieg.
Kontrolliertes Finale, stabiles Gesamtklassement
Zuvor hatte in den Schlusskilometern ein Sturz um Johannes Staune-Mittet das Feld kurz aufgeschreckt, ohne die Sprinter zu beeinträchtigen. Das Tempo blieb hoch, aber kalkuliert, geprägt vom Gegenwind und den breiten, schnellen Zufahrten nach Lagos.
Entscheidend: Juan Ayuso hielt sich im Finale stets weit vorn und verteidigte das Gelbe Trikot vor der Schlussetappe sicher. Unter den Gesamtwertungsfahrern gab es keine Zeitabstände.
Für Magnier festigt der Erfolg seinen Status als einer der schärfsten Finisher dieses Rennens. Im Kampf ums Gesamtklassement deutet nun alles auf einen entscheidenden letzten Tag hin, mit Ayuso weiter in Kontrolle.