Casper van Uden sprintete auf der 5. Etappe der Presidential Cycling Tour of Turkey zum Sieg und krönte nach einem harten Tag in den Hügeln einen mustergültigen Lead-out von
Team Picnic PostNL.
Im reduzierten Massensprint in Kemer setzte sich van Uden nach einem frühen Antritt von Davide Ballerini durch, timte seinen Sprint perfekt und gewann nach 180,7 Kilometern. Der Erfolg des Niederländers folgte auf die konsequente Arbeit seiner Mannschaft in den Schlusskilometern: Sechs Fahrer formierten sich innerhalb der letzten drei Kilometer an der Spitze, kontrollierten das Finale und hielten ihren Sprinter aus dem Verkehr.
Anstiege dezimieren das Feld, spätes Regroupieren
Die längste Etappe des Rennens wurde von einer großen, wechselhaften Ausreißergruppe geprägt, in der über weite Strecken zehn Fahrer vorne lagen. Dieser Vorstoß verteidigte bis ins letzte Renndrittel einen kleinen Vorsprung, doch die entscheidende Phase kam auf den späten Anstiegen, wo wiederholte Beschleunigungen das Peloton deutlich ausdünnten und Gesamtsieger Ivan Ramiro Sosa kurzzeitig distanzierten.
Fahrer wie Nicolas Breuillard und Fabien Doubey prägten diese Passage mit Attacken, setzten das Feld unter Druck und trugen zur allgemeinen Ermüdung bei. Trotz dieser Belastung formierte sich das Rennen in den letzten 30 Kilometern nach nachlassender Kletterei und organisiertem Nachsetzen im Hauptfeld allmählich wieder.
Sprintteams übernehmen in den Schlusskilometern
Nach der Regruppierung übernahmen die Sprintteams auf dem Weg nach Kemer das Kommando. XDS Astana Team und andere rückten vor, doch Team Picnic PostNL lieferte die geschlossenste Vorstellung, stellte mehrere Fahrer an die Spitze und kontrollierte das Tempo bis unter den roten Teufelslappen.
Ballerini eröffnete den Sprint, doch van Uden blieb auf seiner Linie und zeigte auf den letzten Metern den höchsten Topspeed, um den Etappensieg zu sichern.
Schnelles Finale belohnt Geduld nach fordernder Etappe
Der Zielstrich in Kemer kam erneut den schnellen Männern entgegen und setzte die Tendenz früherer Austragungen fort, trotz der anspruchsvollen Topografie zuvor.
Nach einer Etappe mit langen Anstiegen, wiederholten Attacken und einem ausgedehnten Ausreißerkampf entschieden am Ende Positionierung und Timing – beides setzten van Uden und Team Picnic PostNL fehlerfrei um.