Stanisław Aniołkowski (Cofidis) hat die 4. Etappe der Presidential Cycling Tour of Türkiye im Massensprint von Fethiye für sich entschieden. Zuvor war eine dreiköpfige Ausreißergruppe in der zweiten Rennhälfte gestellt worden, sodass es wie erwartet zu einer Sprintentscheidung aus dem Hauptfeld kam.
Fernando Gaviria (Caja Rural - Seguros RGA) eröffnete den Sprint rund 200 Meter vor dem Ziel aus vorderster Position, wurde jedoch noch auf den letzten Metern von Aniołkowski überspurtet. Auch Lorrenzo Manzin (TotalEnergies) griff im Finale an, konnte den Sieg des
Cofidis-Fahrers jedoch nicht mehr verhindern.
Ausreißer halten lange dagegen – Entscheidung fällt im Sprint
Zunächst hatte eine Ausreißergruppe mit Awet Aman, Samet Bulut und Jonah Killy das Renngeschehen bestimmt. Das Trio behauptete sich auch nach dem einzigen kategorisierten Anstieg des Tages, einer sieben Kilometer langen Steigung mit durchschnittlich 4,5 Prozent, weiterhin an der Spitze des Rennens.
Nach der Kuppe verteidigten die drei Fahrer ihren knappen Vorsprung zunächst erfolgreich, ehe das Tempo im Feld deutlich erhöht wurde. Vor allem Cofidis und Alpecin-Deceuninck engagierten sich in der Nachführarbeit und reduzierten kontinuierlich den Abstand. Rund 30 Kilometer vor dem Ziel wurde die Flucht schließlich gestellt, womit das Peloton geschlossen in die entscheidende Rennphase ging.
Auch nach dem Zusammenschluss blieb das Feld trotz mehrerer Tempoverschärfungen weitgehend kompakt. Kleinere Risse konnten rasch wieder geschlossen werden. Cofidis und Alpecin-Deceuninck bestimmten weiterhin das Tempo an der Spitze, während sich weitere Teams auf die Vorbereitung des erwarteten Massensprints konzentrierten. Mit rund 100 Fahrern in der Hauptgruppe innerhalb der letzten zehn Kilometer war der Weg frei für ein schnelles Finale in Fethiye.
Im letzten Kilometer positionierten sich die Sprintzüge konsequent an der Spitze des Feldes. Gaviria eröffnete den Sprint früh aus der ersten Reihe, doch Aniołkowski reagierte schnell, zog auf den letzten Metern vorbei und sicherte sich souverän den Etappensieg auf der vierten Tagesetappe.
Die 5. Etappe führt das Rennen nun in anspruchsvolleres Terrain. Mit zunehmend selektiverem Profil rückt die Entscheidung im Gesamtklassement im weiteren Wochenverlauf näher.