UAE Team Emirates - XRG trug bei O Gran Camiño die meiste Verantwortung – und bestätigte das heute auf Etappe 4 eindrucksvoll. Die Emiratis hatten
Adam Yates als Topfavoriten für die Königsetappe, und der Brite lieferte mit seinem ersten Saisonsieg ab.
Die Gruppe des Tages bildeten Noah Campos, Lucas Lopes, Martín Rey, Diogo Pinto, Xabier Isasa und Andoni López de Abetxuxo. Drei weitere Fahrer schlossen später auf, und am ersten Anstieg des Tages, dem langen Alto Cabeza de Meda, setzte sich Samuel Fernández 52 Kilometer vor dem Ziel mit einer Attacke solo ab.
Der Fahrer von Caja Rural führte das Rennen lange an, während dahinter Visma, UAE und NSN gemeinsam arbeiteten, um den Abstand zu kontrollieren und das Finale am Berg vorzubereiten – derselbe Anstieg, aber von einer anderen Seite, mit 5 Kilometern bei über 9% im Schlussabschnitt.
Am vorletzten Anstieg wurde es taktisch: George Bennett, Teamkollege des Gesamtführenden, attackierte, gefolgt von Vismas Anton Schiffer, wodurch andere Teams im Feld zur Nachführarbeit gezwungen wurden. UAE übernahm und schloss vor dem Schlussanstieg die Lücke, dort zerfiel das kleine Feld sofort.
Auf den extrem steilen Rampen mit bis zu 20% öffneten sich die Abstände beinahe ohne echte Attacken. Adam Yates fuhr weg, Pinarello konnte nicht folgen, und dahinter wurden die Lücken schnell groß. Mit hohem Tempo fuhr
Jorgen Nordhagen an seinen Rivalen vorbei und überholte Pinarello, womit er virtuell in Führung ging – doch Yates’ Vorsprung wuchs und wurde gefährlich, zumal beide zu Tagesbeginn 16 Sekunden trennten.
Yates fuhr am galicischen Berg souverän zum Solosieg und übernahm mit 45 Sekunden Vorsprung auf den zweitplatzierten Nordhagen auch die Gesamtführung. Alessandro Pinarello distanzierte José Felix Parra noch und wurde Dritter, allerdings bereits mit über einer Minute Rückstand.