Ergebnisse Katalonien-Rundfahrt 2026, Etappe 1 | INEOS-Profi Dorian Godon schlägt Remco Evenepoel im Fotofinish, nachdem UAE das Feld vergeblich gesprengt hatte

Radsport
Montag, 23 März 2026 um 17:15
finale
Die Auftaktetappe der Katalonien-Rundfahrt 2026 endete in einem dramatischen, unvorhersehbaren Finale: Dorian Godon bezwang Remco Evenepoel im Fotofinish, nachdem eine späte Tempoverschärfung das Feld kurzzeitig auseinandergerissen hatte.
An einem Tag, der nach einer kontrollierten Sprintankunft aussah, prägten stattdessen aggressive Teamtaktiken, wechselnde Dynamik und ein selektiver Schlussabschnitt das Rennen – und brachten Klassementfahrer in den Kampf um den Etappensieg.

Frühe Flucht setzt Akzente, bevor das Peloton die Kontrolle übernimmt

Der Tag begann mit einer Fünfergruppe, die sich im welligen Terrain absetzte, angeführt vom aktiven Baptiste Veistroffer. Der Franzose sammelte Bergpunkte und Zwischensprints ein, sicherte sich damit das erste Bergtrikot und belebte eine Aktion, die wohl eingefangen werden würde.
Dahinter hielt das Feld die Ausreißer an der kurzen Leine. INEOS Grenadiers übernahmen früh die Nachführarbeit und signalisierten klar ihr Interesse an einem Sprint, während andere Teams aufmerksam blieben und der Vorsprung stetig schrumpfte.
Trotz einer kurzen Phase mit etwas mehr Freiraum für die Spitze schien der Ausgang nie gefährdet. Innerhalb der letzten 25 Kilometer wurde die Gruppe gestellt – der Auftakt zu einem zunehmend nervösen Finale.

UAE-Attacke stellt das Rennen auf den Kopf

Richtig Fahrt nahm das Rennen in den letzten 10 Kilometern auf. UAE Team Emirates - XRG zog das Tempo drastisch an, Marc Soler fuhr an der Spitze und streckte das Feld sofort in die Länge. Die Beschleunigung riss Lücken, mehrere Fahrer verloren den Anschluss, als die Gruppe unter dem Druck zerfiel.
Zu den Abgehängten zählten Giulio Ciccone und Tao Geoghegan Hart – ein Beleg dafür, wie selektiv das Finale geworden war. Kurz sah alles nach einer Entscheidung in einer reduzierten Spitzengruppe der Stärksten aus und nicht nach einem Massensprint.
Mit Joao Almeidas Team als Taktgeber und Schlüsselakteuren wie Jonas Vingegaard und Remco Evenepoel gut positioniert, verwandelte sich das Rennen vom kontrollierten Nachfahren in einen Vollgas-Kampf um Positionen.

Wiedervereinigung ebnet den Weg für ein dramatisches Sprintfinale

Die Abfahrt nach Sant Feliu de Guíxols erlaubte jedoch eine Regruppierung.
Ein großer Teil des Pelotons stellte in den Schlusskilometern den Anschluss wieder her, veränderte die Ausgangslage erneut und öffnete die Tür für einen Sprint. Die Angriffe rissen dennoch nicht ab: Bahrain Victorious versuchte sich spät mit Santiago Buitrago und Lenny Martinez, doch die Attacke wurde rasch neutralisiert.
Damit war der Weg frei für einen schnellen, technischen Schlussabschnitt, in dem die Positionierung entscheidend war.
Auf dem letzten Kilometer blieb das Tempo hoch, die Teams rangen weiter um Kontrolle. Tom Pidcock eröffnete den Sprint früh und zwang zu einer unmittelbaren Reaktion, bevor Evenepoel auf den letzten Metern vorbeizog.
Doch Dorian Godon wählte den perfekten Moment, kam auf den letzten Metern gleichauf und holte den Sieg im knappen Fotofinish. Pidcock rettete Rang drei hinter dem Duo – das Finale war weit mehr als ein einfacher Sprint.

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