Red Bull - BORA - hansgrohe steht mit seinem U23-Team bei der Giro di Sardegna am Start - und am heutigen Nachmittag setzte eines der italienischen Talente ein Ausrufezeichen. Davide Donati, längst als endschneller Fahrer bekannt, untermauerte auf der 2. Etappe seinen Ruf als Siegfahrer im Sprint.
Die zweite Etappe entwickelte sich im Kampf um die Ausreißergruppe ungewöhnlich. Obwohl die Strecke keine markanten Schwierigkeiten bot, setzte sich zunächst keine offizielle Fluchtgruppe ab. Mehrere Fahrer attackierten, doch das Feld reagierte konsequent und stellte jede Bewegung sofort wieder.
Hektik vor dem Finale - Entscheidung erst auf den letzten Metern
Rund 40 Kilometer vor dem Ziel wartete ein Anstieg mit 9 %, der das Rennen spürbar verschärfte. Das Feld konnte die Attacken nicht mehr vollständig kontrollieren. Aus Furcht vor einer erneuten Verschiebung in der Gesamtwertung wollten alle Teams präsent sein. In einer neunköpfigen Gruppe fehlten jedoch Vertreter von Soudal - Quick-Step, weshalb das Peloton sie wieder einholte. Kurz darauf versuchten Filippo Zana und Gianmarco Garofoli vom belgischen Team, die Niederlage vom Vortag wettzumachen.
An der Spitze formierte sich eine neue Gruppe, in der Gesamtführender Nicolo Garibbo zunächst nicht vertreten war. 17 Kilometer vor dem Ziel setzte Darren van Bekkum von Astana zur Attacke an. Dahinter sorgten Zusammenschlüsse für eine kurze Beruhigung des Rennens. Wenige Kilometer vor dem Ziel holte das Feld den Niederländer ein. Trotz des flachen Finales blieb die Lage unübersichtlich: Die kleine Spitzengruppe und das Fehlen ausgewiesener Sprinter führten zu mehreren Angriffen vor dem Sprint.
Erst 300 Meter vor dem Ziel stellte das Feld den letzten Ausreißer. In einem technisch anspruchsvollen Finale übernahm Davide Donati vor der letzten Kurve die Spitze und zog seinen Sprint konsequent durch. Gianmarco Garofoli nutzte die sprintarme Besetzung im Feld, belegte Rang zwei und sicherte sich Bonussekunden. Boje Patrick Frydkjaer komplettierte das Podium als Dritter.