Romain Grégoire hat die
Faun Drome Classic 2026 in Étoile-sur-Rhône gewonnen. Der Franzose setzte sich nach einem zweiköpfigen Sprint gegen
Matteo Jorgenson durch und krönte einen selektiven Nachmittag mit wiederholten Attacken und einer entscheidenden Aktion am Mur d’Allex.
Der Fahrer von Groupama-FDJ United erreichte nach 4:14:11 das Ziel, Jorgenson kam zeitgleich an. Lenny Martinez führte zwei Sekunden später eine kleine Verfolgergruppe vor Quinten Hermans und Paul Lapeira ins Ziel.
Mur d’Allex entscheidet das Rennen
Die Vorentscheidung fiel innerhalb der letzten 15 Kilometer.
Nachdem die frühe Ausreißergruppe im Mittelteil Stück für Stück zerlegt worden war, formierte sich die Elite-Auswahl auf den längeren Anstiegen, bevor die entscheidende Beschleunigung am steilen Mur d’Allex über 0,6 Kilometer mit 8,6 Prozent erfolgte.
Jorgenson und Grégoire attackierten gemeinsam und rissen sofort rund 25 Sekunden auf. Die Verfolgung dahinter blieb unkoordiniert, und obwohl der Abstand kurz schwankte, verteidigte das Duo seinen Vorsprung bis in die letzten 10 Kilometer.
Dahinter war das Peloton bereits auf rund 40 Fahrer geschrumpft – ein Abbild der Summe aus 17 Anstiegen und mehr als 2.200 Höhenmetern.
Ein kontrolliertes Finale zu zweit
Der Schlussanstieg in Étoile-sur-Rhône, 1 Kilometer bei 5,6 Prozent, bot die letzte Chance, die Pattsituation zu lösen. Keiner der beiden konnte den anderen am Anstieg abschütteln, anschließend wurde wieder kooperiert.
Beide fuhren gemeinsam unter die Flamme Rouge, Grégoire an Jorgensons Hinterrad. Der Vorsprung auf die Verfolger schrumpfte leicht, blieb jedoch groß genug, dass der Sieger aus dem Spitzenduo kommen würde.
Im Sprint erwies sich Grégoire als der schnellere Finisseur. Der Franzose löste sich aus Jorgensons Windschatten und setzte sich auf den letzten Metern durch.
Jorgenson musste sich mit Rang zwei begnügen, während Martinez die nächste Gruppe zwei Sekunden später anführte.
Ein anderes Finale als in Ardèche
Anders als am Vortag mit dem langen Solo in Ardèche wurde die Drome Classic durch kollektive Aggressivität und eine späte, präzise gesetzte Attacke statt durch einen ausgedehnten Alleingang entschieden.
Die Abfolge kurzer Rampen und längerer Anstiege dezimierte das Feld kontinuierlich, bevor der Mur d’Allex die entscheidende Startrampe bot.
Für Grégoire ist es ein Sieg, der mehr auf Geduld und Positionierung als auf frühe Showeffekte baut – und eine Erinnerung daran, dass in der Drome das Timing oft mehr zählt als schiere Kraft.