„Er spürt es definitiv“ – Mathieu van der Poels Edelhelfer räumt ein, dass der Sturz bei Mailand–Sanremo den Alpecin-Kapitän noch immer beeinträchtigt

Radsport
Mittwoch, 25 März 2026 um 13:30
Mathieu van der Poel
Mathieu van der Poel geht in die Kopfsteinpflaster-Klassiker und spürt weiterhin die Folgen seines Sturzes bei Mailand–Sanremo, wie Alpecin-Teamkollege Silvan Dillier einräumt – die Verletzung ist noch nicht abgeklungen.
Van der Poel zog sich beim Anflug zur Cipressa ein Handproblem zu und berichtete später, dass er im entscheidenden Rennabschnitt den Lenker nicht mehr richtig greifen konnte.
Zwar konnte er dem entscheidenden Vorstoß am Anstieg noch folgen, doch als Tadej Pogacar am Poggio attackierte und das Rennen endgültig zerfiel, fehlte ihm die Antwort.
Nun, Tage nach Sanremo, besteht das Problem fort. „Die Hand ist so halb in Ordnung. Ich denke, er spürt es noch… er spürt es auf jeden Fall“, sagte Dillier zu Cycling News. „Ob es ihn in einer Rennsituation zu sehr stört, weiß ich nicht, aber wenn er am Start steht, ist er unser Kapitän, ganz sicher, ohne Zweifel.“

Nicht schwer, aber nicht verschwunden

Diese Einschätzung verortet Van der Poel in einem unbequemen Zwischenbereich. Die Verletzung ist nicht so gravierend, dass sie ihn vom Start abhält. Aber sie ist auch nicht komplett auskuriert – und je höher die Belastung, desto wichtiger wird dieser Unterschied.
Mailand–Sanremo lieferte bereits einen ersten Hinweis. Das Rennen wurde ungewohnt hart zur Cipressa hin gefahren, die Belastung zog sich in die Länge und der Spielraum vor dem Poggio schrumpfte. Van der Poel schaffte dennoch die Selektion, ein Beleg für seine weiterhin hohe Form. Doch die Kombination aus dem längeren Aufwand und den Sturzfolgen ließ ihn im entscheidenden Moment knapp fehlen.
Mathieu van der Poel bei Mailand–Sanremo 2026
Mathieu van der Poel bei Mailand–Sanremo 2026

Ein anderer Härtetest wartet

Die Sorge gilt nun weniger Sanremo, sondern dem, was folgt. Kopfsteinpflaster setzt Hände und Oberkörper unter Dauerdruck und macht selbst kleine Probleme über wiederholte Sektoren schwerer beherrschbar. Es ist ein Umfeld, in dem sich Unbehagen eher aufbaut als abebbt.
Darauf wies Greg Van Avermaet unmittelbar nach Sanremo hin. „Solange nichts am Knochen ist, lässt es sich auf dem Pflaster managen. Aber der Nagel war gespalten, und jeder, der schon mal einen Nagel verloren hat, weiß, wie schmerzhaft das ist.“
Van der Poel hat bereits gezeigt, dass er stark genug ist, um mit den Besten zu konkurrieren. Ungewiss ist, ob er das ohne Einschränkung kann.
Vorerst ist die Botschaft aus dem Team eindeutig. Er startet, und er führt an. Doch wie Dillers Worte unterstreichen, ist das Problem aus Italien weiterhin deutlich spürbar.
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