Der Manager von
UAE Team Emirates - XRG,
Joxean Matxin, hat ein Update zum Gesundheitszustand des ecuadorianischen Landesmeisters Jhonatan Narvaez gegeben. Gleichzeitig bestätigte er, dass der Klassikerspezialist das letzte fehlende Puzzleteil in der Giro d’Italia-Aufstellung des Teams darstellt.
Narvaez reiste als Titelverteidiger zur Tour Down Under und eröffnete seine Saison traditionell auf der Südhalbkugel. Seine Form präsentierte sich in starker Verfassung. Auf Etappe 2 folgte er Teamkollege Jay Vine beim entscheidenden Angriff am Corkscrew und unterstrich seine Klasse.
Sturzserie trifft UAE hart
Das Emirati-Team kontrollierte das Rennen zunächst souverän, ehe mehrere Stürze die Pläne durchkreuzten. Narvaez stürzte auf Etappe 4 und zog sich Kompressionsfrakturen an den Wirbeln zu. Auch Vegard Stake Laengen und Mikkel Bjerg mussten nach Stürzen aufgeben. Gesamtsieger Jay Vine beendete das Rennen mit einem Handgelenksbruch, nachdem er mit einem Känguru kollidiert war.
Narvaez wird voraussichtlich Milano-Sanremo und die Flandern-Rundfahrt verpassen, wo er als wichtiger Helfer für Tadej Pogacar eingeplant war. „Ich denke - im Rahmen meines Optimismus - er sollte den Start beim Giro d’Italia schaffen“, sagte Matxin gegenüber Marca.
UAE-Kader für den Giro steht fest
Damit herrscht Klarheit: Der Ecuadorianer war das fehlende Element im Aufgebot. Bereits Anfang Dezember berichtete RadsportAktuell, dass Joao Almeida, Adam Yates, Jay Vine, Igor Arrieta, Florian Vermeersch, Jan Christen und Antonio Morgado gesetzt sind. Damals wollte Matxin die Rennkalender der Fahrer noch nicht öffentlich bestätigen. Nun folgte die offizielle Bestätigung: Narvaez komplettiert als achter Mann das Giro-Team.
Seine Rückkehr ins Peloton wird frühestens in zwei Monaten erwartet. „Es war, und ist noch immer, eine sehr schwierige Situation, was die Perspektive angeht. Jhonatan kann nicht an den Pflaster-Klassikern teilnehmen, und genau das war der Plan“, erklärte Matxin weiter. „Konzentrieren wir uns zunächst darauf, ob er den Giro schafft - das wäre bereits perfekt. Vielleicht klappt es aber auch mit den Ardennen-Klassikern.“
Nach seiner herausragenden Helferrolle im vergangenen Jahr bei Milano-Sanremo, dem Criterium du Dauphine und der Tour de France erscheint es durchaus möglich, dass Narvaez diesmal nicht ausschließlich als Domestique eingeplant ist. Beim Giro d’Italia könnte er Freiheiten erhalten, um selbst auf Etappensiege zu fahren.