„Er sagte mir, ich solle ruhig bleiben ...“ – Neues Visma-Talent über die Vorbereitung auf den Giro d’Italia und die Zusammenarbeit mit Jonas Vingegaard

Radsport
Montag, 04 Mai 2026 um 14:30
JonasVingegaard
Mit 23 Jahren bestreitet Davide Piganzoli seine erste Saison auf WorldTour-Niveau – mit großer Verantwortung. Team Visma | Lease a Bike startet mit Jonas Vingegaard und hat dem Dänen im Hochgebirge des Giro d’Italia den Italiener zur Seite gestellt. Die niederländische Equipe reist als Topfavorit auf den Gesamtsieg an.
„Im Winter 2025 hatte ich bereits die nötigen Gespräche mit WorldTour-Teams geführt. Es war eine wichtige Entscheidung, die ich treffen musste, aber bei Team Visma | Lease a Bike hatte ich sofort ein gutes Gefühl“, sagte Piganzoli gegenüber Wielerevue. Die Verpflichtung reiht sich in Vismas Strategie ein, das Maximum aus Talenten herauszuholen – ohne die Budgets, um Superstars zu verpflichten oder Verträge wie bei UAE Team Emirates – XRG, Red Bull – BORA – hansgrohe und Lidl-Trek herauszukaufen.
„Sie hoffen, mich zu einem der Klassementskapitäne zu entwickeln. Die kommenden drei Jahre werden ein spannender Prozess, um herauszufinden, wie weit ich tatsächlich kommen kann. Das ist das beste Umfeld, um mich zu verbessern und meine Grenzen auszuloten.“ Der Plan ist langfristig, doch sein Beitrag kann von Beginn an wertvoll sein.
Der Italiener zeigte gleich zum Auftakt im Visma-Trikot, wozu er fähig ist, indem er bei der bergigen Faun-Ardèche Classic Sechster wurde, die damals von Paul Seixas gewonnen wurde. „Ich hatte einen hervorragenden Winter und in meinem ersten Rennen der Saison direkt sehr starke Wattwerte geliefert.“

Jonas Vingegaard im Austausch mit Davide Piganzoli

Piganzoli startete bei Paris–Nizza, wo Vingegaard kurzfristig ins Aufgebot rückte, nach einem Sturz aber aufgeben musste und im Kampf um den Gesamtsieg keine große Rolle mehr spielte. „Jonas kam zu mir, um mir Ratschläge zu geben. Er sagte mir, ruhig zu bleiben und die Genesung nicht zu überstürzen“, berichtete Piganzoli. „In der Woche nach Paris–Nizza schrieb er mir erneut, um zu fragen, wie es mir geht und wie die Erholung verläuft. Wenn ein Champion wie er so etwas schickt, bedeutet mir das viel. Es zeigt, was für ein Anführer er ist.“
Bei der Katalonien-Rundfahrt fuhren die beiden wieder zusammen. Der Italiener war in guter Form und arbeitete auf den Bergetappen für den Dänen, der erneut die Gesamtwertung gewann.
Piganzoli, in den vergangenen zwei Giro-Ausgaben in den Top 15, bestreitet die Corsa Rosa nun in der Helferrolle – eingebettet in ein Team, das eine große Verantwortung trägt.
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