„Er ist der beste Radfahrer, den wir je gesehen haben“ – Tadej Pogacar beeindruckt Ex-Mailand–Sanremo-Sieger Arnaud Démare

Radsport
Montag, 20 April 2026 um 19:00
Collage_TadejPogacarArnaudDemare
Vor 10 Jahren gewann Arnaud Démare Mailand–Sanremo. Heute präsentiert sich das erste Monument der Saison ganz anders: Sprintankünfte sind kaum noch realistisch, stattdessen prägen Klassikerjäger und Kletterer das Geschehen. Die französische Legende hat Tadej Pogačar, Sieger der diesjährigen Ausgabe, als möglicherweise besten Fahrer aller Zeiten gewürdigt.
„Ich glaube, er ist der beste Radfahrer, den wir je gesehen haben. Manchmal wirkt es sogar, als suche er nach etwas anderem, als brauche er eine neue Art von Herausforderung“, sagte Démare gegenüber RCM Sport. Démare argumentierte, Pogačar fahre mit einem anderen Zielkanon, getragen von seiner Stärke am Berg. Das verschaffe ihm die Chance, nahezu jedes Rennen, das er startet, gewinnen zu können; zugleich liegt auch Paris–Roubaix in seiner Reichweite.
Dieser Unterschied zeigt sich nicht nur am Berg, sondern auch in Phasen, in denen er gar nicht an der Spitze fahren muss. „Du fährst Vollgas, denkst nur an die Position vor dem Anstieg, und er ist völlig entspannt. Da begreifst du die Lücke“, sagt der Ex-Profi.
Démare, inzwischen als Fan und nicht mehr Teil des Betriebs, versteht jedoch das Argument, dass Dominanz bisweilen die Spannung aus Rennen nehmen kann. „Es gibt Momente, in denen du schon weißt, wie es ausgeht. Das verändert die Art, wie die Leute zuschauen.“

Pogačar und Roubaix

Und dann gibt es die Rennen, die anderen Fahrertypen besser liegen, in denen der Faktor Pogačar dennoch die Dynamik zu verschieben wagt. Paris–Roubaix ist das Paradebeispiel: eine flache Kopfsteinpflasterklassikerin ohne echten Anstieg, auf dem er auf dem Papier den Unterschied machen könnte. „Er fährt dorthin, weil es anders ist. Weil es nicht geradlinig ist, weil es nichts ist, das er auf die gleiche Weise dominieren kann.“
In der Karriere des Weltmeisters ist das inzwischen ein zentraler Motivationsfaktor – in einem Sport, der immense Opfer verlangt, nur um dabei zu sein.
„Er ist überall konkurrenzfähig. Das macht den Unterschied. Wenn er am Start steht, fährst du oft um Platz zwei“, schloss er.
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