"Die Beine haben gebrannt" - Victor Campenaerts bleibt frustriert zurück, obwohl er auf der 17. Etappe der Vuelta a Espana 2024 wiederholt spät attackierte
Victor Campenaerts ist weiterhin auf der Suche nach einem Etappensieg bei der Vuelta a Espana, der sein Grand Tour-Set vervollständigen würde. Auf der 17. Etappe der spanischen Grand Tour 2024 war Campenaerts im Finale hellwach und angriffslustig, blieb aber letztlich ohne Belohnung.
"Wie Arnaud De Lie sagen würde: 'Les jambes en feu' - 'die Beine brannten'", lachte der Lotto Dstny-Star in seinem Interview nach der Etappe. 15 km vor dem Ziel und trotz eines Teamkollegen in der Ausreißergruppe, die immer noch das Rennen anführte, startete Campenaerts einen ersten Angriff aus dem Peloton. Der Belgier konnte sich jedoch nicht absetzen. Unmittelbar nach der Einholung der Ausreißer begannen die Gegenangriffe, angeführt von Mauro Schmid, Enzo Leijnse und erneut Campenaerts. Obwohl das Trio bis zum letzten Kilometer durchhielt, war der Sieg nicht mehr zu erreichen.
"Ich weiß nicht, was Mauro Schmid gemacht hat... Wenn das Peloton nicht zurückgekommen wäre, hätte ich ihm in Madrid ein schönes Bier ausgeben müssen. So kann man nie ein Rennen gewinnen", so Campenaerts weiter. "Der Mann vom Team DSM-Firmenich Post NL (Leijnse, Anm. d. Red.) hatte vor, mich etwas besser zu lancieren, aber das Peloton kam mir sehr nahe."
Und so geht das Warten auf einen Etappensieg bei der Vuelta a Espana für Campenaerts weiter. "Ich war heute unglaublich frustriert, in jeder Hinsicht. Wir haben die Taktik, die wir hatten, nicht ganz umgesetzt. Und dann war ich trotzdem nah dran. Es ist, wie es ist", so der Lotto Dstny-Star abschließend. "Morgen ist eine neue Chance. Ich fühle mich gut. Und wenn Mauro Schmid mir wieder so einen Vorsprung geben will, sollte er das vorher sagen."
Nic Gayer ist seit 2022 im Journalismus tätig und begann seine Laufbahn als freier Redakteur im Lokaljournalismus für eine Tageszeitung. Für Radsportaktuell.de berichtet er über den professionellen Radsport und begleitet das Geschehen von der WorldTour bis zu wichtigen nationalen und internationalen Rennen. Sein Schwerpunkt liegt auf Vorberichten, Rennzusammenfassungen und Analysen, mit denen er Entwicklungen im Peloton klar einordnet.
Bei seiner Arbeit wird Nic von den Kolleginnen und Kollegen der Schwesterplattform CyclingUpToDate unterstützt, wodurch er regelmäßig direkten Zugang zu Teams, Fahrern und offiziellen Terminen erhält. Er arbeitet aus der Nähe von München und steht kurz vor dem Abschluss als Bachelor of Arts in Sportjournalismus. In seiner Berichterstattung legt er großen Wert auf sorgfältige Quellenprüfung, präzise Einordnung und aktualisiert Inhalte, sobald neue, gesicherte Informationen vorliegen.