Am Ende des Tages hat es für
Unibet Rose Rockets nicht gereicht. Der ersehnte Etappensieg muss ein weiteres Jahr warten. Das französisch-niederländische Team setzte bei seinem Grand-Tour-Debüt auf seinen Star-Neuzugang
Dylan Groenewegen, doch der erfahrene Sprinter kam in Etappe 3 nicht über Platz drei hinaus. Auch der Schlusstag in Rom bot eine solide Chance, doch der Niederländer wurde trotz starker Vorarbeit seines Anzugs Vierter.
Groenewegen wird Vierter in Rom
Einen Kilometer vor dem Ziel setzte ihn sein zuverlässiger Anfahrer Elmar Reinders am Hinterrad von Paul Magnier ab – ein eigentlich perfektes Sprungbrett für ein Topresultat. Und auch wenn Rang vier kein Desaster ist, zählt am Ende der
Sieg, der an Jonathan Milan ging.
„Ich habe ein bisschen um die Position mit [Paul] Magnier gekämpft“, sagte Groenewegen im Ziel zu Reportern. „Dadurch haben wir [beide] etwas Geschwindigkeit verloren, aber ich denke, der Schnellste hat heute gewonnen, und das war [Jonathan] Milan.“
Obwohl der Rundkurs in Rom kaum Höhenmeter verbarg, musste der ansteigende Zielstrich in der Sprintvorbereitung einkalkuliert werden. War es vielleicht doch zu schwer? „Nein, es geht einfach um den richtigen Schwung, und ich denke, Magnier hat ein bisschen Schwung verloren, ich auch“, wies der Niederländer die Idee zurück und erklärte das Ergebnis als schlichte Temporeduzierung. „Dann kam er [Milan] von hinten, und so ist es passiert.“
Kein Scheitern, aber eine unerfüllte Mission
War es also ein erfolgreiches Giro d’Italia für Unibet Rose Rockets? Oder eine Enttäuschung? Und sieht Groenewegen das Glas halb voll oder halb leer?
Dylan Groenewegen konnte nur zusehen, wie Jonathan Milan die 21. Etappe des Giro d’Italia 2026 in Rom gewann
„Ich denke, das große Ziel bei diesem Giro war, einen Sieg zu holen. Wir waren wirklich, wirklich nah dran. Wir haben ein paar richtig gute Lead-outs gefahren. Wir haben viel gelernt“, analysierte Groenewegen. „Aber der Sieg fehlt noch. Das ist ein bisschen schade, aber wir können es jetzt nicht mehr ändern.“
Dylan Groenewegen legt nun zwei Wochen Rennpause ein, um die Akkus aufzuladen, bevor er seine nächsten Ziele in Angriff nimmt. Zunächst steht für ihn die Baloise Belgium Tour an, die am 17.06. startet.