Die
Vuelta a España 2027 nimmt bereits Konturen an, während die Ausgabe 2026 in ihre entscheidenden Tage geht. Renndirektor
Javier Guillén hat den Schleier über die Route des kommenden Jahres leicht gelüftet und mehrere deutliche Hinweise gegeben. Die Schlagzeile: Nach drei aufeinanderfolgenden Auslands-Grand Départs startet die Rundfahrt wieder in Spanien.
Guillén wählte einen vorsichtigen Ton, um der laufenden, noch offenen Ausgabe nicht die Bühne zu nehmen. Bestätigt hat er jedoch, dass der offizielle Startort am Sonntag verkündet wird, zeitgleich mit dem Finale der aktuellen Ausgabe in Granada. Dann erfahren wir, welche Stadt den Startschuss für eine ohnehin schon rätselhafte Ausgabe gibt.
Unter den in den vergangenen Wochen kursierenden Berichten hat vor allem Galicien an Fahrt gewonnen. Die galicische Region zählt zu den Favoriten für den Grand Départ, ein Szenario, das zudem mit dem Año Xacobeo 2027 harmonieren würde. Guillén bestätigte diese Option nicht ausdrücklich, doch
gegenüber Marca sagte er, die veröffentlichten Informationen lägen nicht weit daneben.
Der Start kehrt nach Spanien zurück und der Norden rückt in den Mittelpunkt
Klar ist, dass der Norden im kommenden Jahr ein großes Gewicht im Parcours haben wird. Der Vuelta-Chef versprach „sehr viel Norden“ und schraubte die Erwartungen weiter nach oben, indem er die Streckenskizze als „eine weitere große Vuelta“ bezeichnete. Ohne Anstiege, Städte oder Etappen zu nennen, machte Guillén deutlich, dass die Rundfahrt erneut auf Härte und Vielfalt setzt.
„Es wird viel veröffentlicht. Das liegt nicht daneben, denn es stimmt, dass die Vuelta im nächsten Jahr sehr viel im Norden machen wird“, erklärte Guillén während des Zeitfahrens zwischen El Puerto de Santa María und Jerez de la Frontera. Seine Worte befeuern die Möglichkeit, dass Galicien letztlich den Start ausrichtet.
Der Direktor der spanischen Grand Tour bestätigte zudem die Rückkehr eines Grand Départ auf heimischem Boden. „Ich kann sagen, dass die Vuelta in Spanien starten wird, anders als in den vergangenen drei Jahren“, sagte er. Der Schritt markiert eine Abkehr von der jüngsten Strategie mit Auslandsstarts, nach Lissabon 2024, Italiens Piemont 2025 und zuletzt Monaco 2026.
Guillén beharrte darauf, dass es noch nicht an der Zeit sei, den Fokus auf 2027 zu verlagern. „Ich spreche ungern über die nächste Ausgabe, bevor diese beendet ist“, gab er zu. Vorrang hat nun der Abschluss der Ausgabe 2026, in der das Rote Trikot noch umkämpft ist, auch wenn der Renndirektor bereits ankündigte, dass am Sonntag der Startort der nächsten Vuelta offiziell bekannt gegeben wird.
Zum Parcours gibt es ansonsten nur eine weitere Gewissheit: Die Erwartungen sind hoch. „Man hat mir ein paar Dinge zur Strecke gesagt, und was ich sagen kann, ist, dass es wieder eine große Vuelta wird“, so Guillén. Ein Start in Spanien kombiniert mit einem nordenlastigen Design deutet auf eine kletterreiche Ausgabe mit vertrauten Schauplätzen hin. Sollte Galicien den Zuschlag erhalten, würde das Año Xacobeo dem Grand Départ eine besondere Dimension verleihen und Spanien wieder klar ins Zentrum der Vuelta-Karte rücken.