Nicht einmal die super-futuristischen Zeitfahrhelme von Giro konnten die Enttäuschung von Cian Uijtdebroeks nach dem Eröffnungsprolog der Tour de Suisse 2024 verbergen. Der 21-Jährige überquerte die Ziellinie auf einem unscheinbaren 83. Platz und verlor auf der nur 4,7 Kilometer langen Zeitfahrprüfung 23 Sekunden.
Im Gegensatz zu dem, was Außenstehende von Uijtdebroeks' Ergebnis hielten, sprach der junge Kletterer selbst von einem guten Comeback, nachdem er im vergangenen Monat den Giro d'Italia 2024 verlassen musste. "Es war schön, wieder Rennen zu fahren. Es war ein bisschen aufregend, weil es der erste Renneinsatz war und ich nach meiner Erkrankung beim Giro konditionell einen Schritt zurück gemacht hatte", erklärte der Belgier in einer Pressemitteilung.
"Ich habe versucht, den Verlust so weit wie möglich zu begrenzen", so Uijtdebroeks weiter. "Und das war wichtig mit Blick auf die Gesamtwertung. Das Wichtigste ist, die nächsten Tage so gut wie möglich zu überstehen. Danach wartet das Hochgebirge auf uns. Da fühle ich mich schon etwas wohler. Die wichtigste Erkenntnis des heutigen Tages ist, dass das gute Gefühl da war. Das gibt Zuversicht für die kommende Woche."
Aber noch ist nicht alle Hoffnung für das Team Visma - Lease a Bike verloren, denn der Ersatz-Leader Wilco Kelderman zeigte am Sonntag eine starke Leistung, die der elftbesten Zeit entspricht. Somit wird der Niederländer auch in den nächsten Tagen der geschützte Mann des Teams sein. Etappen 2 und 3 werden klassikerähnliche Profile bieten, aber da ab Etappe 4 noch fünf aufeinanderfolgende Bergankünfte anstehen, ist nicht viel Action unter den GC-Fahrern zu erwarten.
Nic Gayer ist seit 2022 im Journalismus tätig und begann seine Laufbahn als freier Redakteur im Lokaljournalismus für eine Tageszeitung. Für Radsportaktuell.de berichtet er über den professionellen Radsport und begleitet das Geschehen von der WorldTour bis zu wichtigen nationalen und internationalen Rennen. Sein Schwerpunkt liegt auf Vorberichten, Rennzusammenfassungen und Analysen, mit denen er Entwicklungen im Peloton klar einordnet.
Bei seiner Arbeit wird Nic von den Kolleginnen und Kollegen der Schwesterplattform CyclingUpToDate unterstützt, wodurch er regelmäßig direkten Zugang zu Teams, Fahrern und offiziellen Terminen erhält. Er arbeitet aus der Nähe von München und steht kurz vor dem Abschluss als Bachelor of Arts in Sportjournalismus. In seiner Berichterstattung legt er großen Wert auf sorgfältige Quellenprüfung, präzise Einordnung und aktualisiert Inhalte, sobald neue, gesicherte Informationen vorliegen.