Tadej Pogacar steht vor seinem ersten großen Zeitfahrtest der Saison 2026 auf der 4. Etappe der
Tour de Suisse. Mit dem Gelben Trikot startet er in Aarburg als Letzter – nach einem weiteren erfolgreichen Tag für
UAE Team Emirates - XRG.
Pogacar gewann die 3. Etappe in Bad Ragaz nicht, sondern rollte nach einem sturmgepeitschten Tag mit frühem Klettern, Starkregen und einer späten Verfolgung sicher im Feld ein. Sein Team feierte dennoch den Sieg, denn
Jhonatan Narvaez schlug Xandro Meurisse im Zweiersprint, nachdem das Duo das Peloton in Schach gehalten hatte.
Das Ergebnis festigte Pogacars Führung vor dem Einzelzeitfahren am Samstag. Er liegt 2:50 Minuten vor Richard Carapaz, dahinter Andrea Bagioli mit 3:07, Mathias Vacek mit 4:16 und Finlay Pickering mit 4:41.
Im Gespräch mit Cycling Pro Net nach Etappe 3 erklärte Pogacar, UAE habe den Plan, einen Fahrer in die Gruppe zu schicken, exakt umgesetzt. „Ja, es war der Plan, jemanden in die Ausreißergruppe zu bringen. Zuerst waren Felix und Johnny vorne, dann nur noch Johnny mit Meurisse. Sie sind richtig marschiert“, sagte Pogacar. „Es war eine fliegende Etappe, richtig schnell, also Chapeau an Johnny und Meurisse, dass sie heute vorne geblieben sind. Ich war superhappy. Wir freuen uns alle für Johnny.“
Pogacar richtet den Fokus auf das Zeitfahren in Aarburg
Die
Tour de Suisse wechselt nun die Prüfart: Etappe 4 bringt ein Einzelzeitfahren in Aarburg, bevor die Schlussbergankunft in Villars-sur-Ollon wartet.
Pogacar startet um 17:02 Uhr als Letzter, eine Minute nach Carapaz und zwei Minuten nach Bagioli. Auch Brandon McNulty, Ilan Van Wilder, Wilco Kelderman und Narvaez gehören zu den späten Startern, während Primoz Roglic nach seinem Sturz auf Rang 16 (+6:25) bereits um 16:48 Uhr auf die Strecke geht.
Für Pogacar ist die Etappe eher Standortbestimmung als Schlüsselmoment. Er hat sich bereits in eine komfortable Gesamtposition gebracht, doch das Zeitfahren bietet ihm erstmals in diesem Jahr die Chance, seinen Rhythmus gegen die Uhr unter Rennbedingungen zu testen.
„Ich weiß es nicht. Es ist mein erstes richtiges Zeitfahren in diesem Jahr, glaube ich“, sagte er. „Es wird Spaß machen, die Beine, die Gefühle und alles zu testen. Ich freue mich auf morgen. Ein Zeitfahrtag ist immer ein schöner Tag.“
Gefragt, wie er die Tour de Suisse nach drei Tagen erlebt habe, blieb Pogacar gelassen: „Es ist in Ordnung.“
Die Rennlage ist in Wahrheit deutlich besser. Pogacar hat bereits Etappe 1 gewonnen, sah UAE durch Narvaez auf Etappe 3 nachlegen und startet nun mit 2:50 Minuten Polster in das einzige Einzelzeitfahren der diesjährigen Rundfahrt.