Mads Pedersen fühlte sich auf der zweiten Etappe der Vuelta a España, als käme er gerade aus der Saisonpause zurück, weil ihm im Finale der gewohnte Punch fehlte. Auf der ansteigenden Zielgeraden gehörte der
Lidl-Trek-Profi zu den Favoriten, doch ihm ging der Saft aus und Matthew Brennan war stärker.
Nicht nur das, der Däne verpasste in den letzten Metern sogar das
Podium, als Pau Miquel und Tadej Pogacar noch vorbeizogen. Mit weiteren Etappen in dieser Woche, die ihm liegen, aber etwas Rückstand in der Wertung, schilderte Pedersen sein Gefühl.
Im Austausch mit Teamkapitän Mattias Skjelmose räumte Pedersen ein, dass er noch Arbeit vor sich hat, um seine besten Beine zu finden, wenn das Rennen in dieser Woche nach Spanien und Andorra zieht.
„Ich hatte nicht meinen besten Tag“, sagte Pedersen
bei TV2. „Skjelly [Skjelmose, d. Red.] hat es sehr gut beschrieben. Es fühlt sich ein bisschen an wie ein Comeback nach der Offseason. Ich muss ganz klar erst wieder in Gang kommen.“
Pogacar und Miquel passieren Pedersen im Sprint zur Linie
Obwohl er seine Beine und den Sprint als okay einstufte, zollte er Vismas Sieg Respekt, da Brennan einen höheren Gang fand. Eine Niederlage bleibt eine Niederlage, Pedersen macht keinen großen Unterschied zwischen Platz zwei und am Ende Rang vier.
„Es lief eigentlich gut genug. Ich hatte im Sprint einfach nicht die Beine“, sagte er. „Brennan ist in so einem Sprint wahnsinnig schnell, und ich war nicht schnell genug.“
„Dann bin ich auf den letzten 50 Metern explodiert und Tadej sowie ein weiterer Fahrer sind auch noch vorbeigekommen. Aber am Ende ist es doch egal, ob man Zweiter oder Vierter wird, oder?“
Bei der Hitze tat sich der Däne schwer und gab zu, dass Training nur die Richtung vorgibt, Rennen bei großer Hitze aber etwas ganz anderes sind.
„Rennen bei Hitze zu starten ist etwas anderes, als bei Hitze zu trainieren. Aber das darf keine Ausrede sein. Das will ich nicht als Vorwand. Ich war heute einfach nicht gut genug, um zu gewinnen. Trotzdem ist es ziemlich ordentlich, so nah dran zu sein, obwohl es nicht mein bester Tag war.“
Matthew Brennan gewinnt die 2. Etappe der Vuelta
Hitze fordert bei Pedersen ihren Tribut
Lidl-Trek-Sportdirektor Kim Andersen gab Einblick, wie das Team und speziell Pedersen mit der Hitze umgingen – und betonte, dass die brütenden Temperaturen Pedersen besonders zugesetzt hätten, während sie versuchten, ihn zu kühlen.
„Er kam mehrmals zurück, weil er so viel kaltes Wasser wie möglich brauchte und sich abkühlen musste“, sagte Andersen. „Aber wie er mir danach sagte, war er da im Grunde schon durch.“
„Wir haben im Meeting gefragt, ob wir überall Flaschen reichen dürfen, um ihnen mehr geben zu können. Man sagte uns, das passiere, wenn es heißer werde. Ich weiß nicht, ob es viel heißer werden kann als heute.“