Mit einem Vorsprung von 2:40 Minuten am ersten Ruhetag hat Tadej Pogacar gute Aussichten, das Maglia Rosa beim Giro d'Italia 2024 zu gewinnen und die erste Etappe seines Giro/Tour-Doppels zu beenden. Daher räumt der Leader des UAE Team Emirates ein, dass es sinnvoll ist, in den kommenden Wochen konservativer zu fahren.
"Wenn mir jemand vorher gesagt hätte, dass ich nach neun Etappen einen Vorsprung von 2:40 habe, hätte ich sofort unterschrieben", bilanziert der Slowene in seiner Pressekonferenz am Ruhetag. "Wenn man es so analysiert, war es eine perfekte Woche für uns. Bis jetzt sind es 10 von 10 Punkten für uns in diesem Giro."
Pogacar gewann drei der neun bisherigen Etappen und war auch bei den Sprintetappen ganz vorne mit dabei. Auf der letzten Etappe griff er an, bevor er auf den letzten paar hundert Metern eingeholt wurde, und auf der 9. Etappe übernahm er die Kontrolle über das Feld und wehrte den Angriff von Jhonatan Narvaez ab, um seinem Teamkollegen Juan Sebastian Molano die Chance zum Sprint zu geben.
Könnte es sein, dass wir in den kommenden Wochen einen zurückhaltenderen Pogacar sehen werden? "Ich denke schon an die Tour. Deshalb bin ich froh über den größeren Abstand, den wir in der Gesamtwertung bereits haben", sagt er. "Ich kann versuchen, dem Rest des Giro nicht zu viel Bedeutung beizumessen, ich brauche keine Zeit mehr zu verlieren. Wir können defensiv fahren und die Mannschaft nutzen, um mich ins Ziel zu bringen."
"Die Etappe am Dienstag nach Cusano Mutri erinnert mich ein wenig an die nach Prati di Tivo, vielleicht können wir wieder um den Sieg mitfahren, aber wir nehmen jeden Tag, den wir haben", sagt er abschließend. "Die letzte Etappe der zweiten Woche könnte mein härtester Tag auf dem Rad werden. Ich freue mich darauf, über den Mortirolo nach Livigno zu fahren, eine Monsteretappe, aber ich habe dort schon viele Male trainiert."
Nic Gayer ist seit 2022 im Journalismus tätig und begann seine Laufbahn als freier Redakteur im Lokaljournalismus für eine Tageszeitung. Für Radsportaktuell.de berichtet er über den professionellen Radsport und begleitet das Geschehen von der WorldTour bis zu wichtigen nationalen und internationalen Rennen. Sein Schwerpunkt liegt auf Vorberichten, Rennzusammenfassungen und Analysen, mit denen er Entwicklungen im Peloton klar einordnet.
Bei seiner Arbeit wird Nic von den Kolleginnen und Kollegen der Schwesterplattform CyclingUpToDate unterstützt, wodurch er regelmäßig direkten Zugang zu Teams, Fahrern und offiziellen Terminen erhält. Er arbeitet aus der Nähe von München und steht kurz vor dem Abschluss als Bachelor of Arts in Sportjournalismus. In seiner Berichterstattung legt er großen Wert auf sorgfältige Quellenprüfung, präzise Einordnung und aktualisiert Inhalte, sobald neue, gesicherte Informationen vorliegen.