„Axel weiß, was der Radsport verlangt“: Lotte Kopecky hofft, mit neu gewonnener Stabilität zu ihrer Siegform zurückzukehren

Radsport
Freitag, 09 Januar 2026 um 8:30
lottekopecky
Team SD Worx - Protime wird 2026 einmal mehr die Blicke von Fans und Rivalinnen auf sich ziehen – dank auffälliger Outfits, als wären die außerirdisch starken Auftritte nicht schon Aufmerksamkeit genug. Lorena Wiebes dürfte in den neuen Farben wieder reichlich siegen, doch wie steht es um Lotte Kopecky? 2025 war alles andere als ihr Jahr, wird 2026 anders?
Am Medientag versicherte die Ex-Weltmeisterin, sie sei „wirklich voller Vorfreude auf die neue Saison“. „Ich hatte wegen der Verletzung am Ende der vergangenen Saison eine lange, behutsame Vorbereitung. Deshalb gab es kaum echte Ferien oder Ruhe. Zwischen Weihnachten und Neujahr war ich nur drei Tage zum Skifahren weg. Das sollte den Kopf freibekommen und mir den Schwung für den Start der Vorbereitung geben.“
Im letzten Jahr konzentrierte sich Kopecky primär auf die Tour und erlebte eine so schwierige Saison, dass sie die Grande Boucle kaum in einer Form erreichte, die gut genug war, um überhaupt nur als Helferin für Sprinterin Wiebes und Ersatz-GC-Leaderin Anna van der Breggen zu dienen. Danach legte sie einen Rennmonat Pause ein und kehrte mit einem Etappensieg in der Ardèche zurück. Die Euphorie hielt nur kurz, denn einen Tag später beendete ein weiterer Sturz ihre Saison.
„Letzte Saison hatte ich nie das Gefühl, in Topform zu sein. Es war ein frustrierendes Jahr. Wobei es auch keines zum Vergessen war. Ich habe die Flandern-Rundfahrt gewonnen – das können nicht viele sagen. Ich versuche, so viel Positives wie möglich mitzunehmen und das Negative hinter mir zu lassen.“
Also richtet Kopecky den Fokus wieder auf das, was sie am meisten liebt: die Klassiker. „Solange das Tour-Profil mir nicht entgegenkommt, sollte ich nicht an die Tour denken. Ich bin froh, mich wieder auf meine Stärken konzentrieren zu können. Mein Herz gehört dem Frühjahr, den Klassikern wie der Flandern-Rundfahrt. Ich würde dieses Rennen in dieser Saison sehr gern gewinnen, auch wenn es schon dreimal auf meiner Palmares steht.“
Mit Lorena Wiebes hat Kopecky eine starke Konkurrentin im eigenen Team. „Aber wir verstehen uns gut“, betont die Belgierin und macht klar, dass es kein böses Blut zwischen den beiden Stars gibt, wie es in der Vergangenheit mit Superstar Demi Vollering im Team gelegentlich vermutet wurde.
„Vor zwei Jahren hatten wir beide ein fantastisches Jahr. Wir haben schon früher gezeigt, dass wir Dinge untereinander klären können. Ich bin sicher, das gelingt uns auch diesmal – in den Rennen, die wir beide gewinnen können.“
Lorena Wiebes, Lotte Kopecky und Demi Vollering
Lorena Wiebes, Lotte Kopecky, and Demi Vollering

Schweben auf Wolke sieben

Zum Schluss noch ein Thema rund um Kopecky, das zum Jahreswechsel die Schlagzeilen beherrschte: ihre Beziehung mit Ex-Profi Axel Merckx, Sohn des legendären „Kannibalen“ Eddie. Die 30-Jährige nannte ihren neuen Partner in einem jüngsten Interview mit Sporzajemanden, auf den ich mich verlassen kann“.
Gibt ihr das zusätzliche Flügel? „Glücklich zu sein ist für alle ein schönes Gefühl. (lacht) Ich weiß gar nicht, was ich dazu sagen soll. Wir sind sehr glücklich miteinander. Axel weiß auch, was der Radsport bedeutet und was er abverlangt. Er kennt das Leben, das man dafür führen muss. In dieser Hinsicht ticken wir gleich.“
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