Der wohl größte Abwesende im Aufgebot von Uno-X Mobility für die bevorstehende Tour de France ist Andreas Leknessund, der erst in der zurückliegenden off-season verpflichtet wurde. Der 25-jährige Norweger belegte beim Giro d'Italia 2023 den 8. Platz und sollte die Uno-X-Mannschaft bei der Tour de France in diesem Sommer in der Gesamtwertung anführen. "Ich finde es verdammt langweilig. Es ist langweilig, keinen Platz in der Mannschaft zu bekommen. Das war ursprünglich ein klarer Platz. Ich habe es nicht geschafft, ihn zu halten", reagiert er im Gespräch mit TV2. "Darüber bin ich sehr enttäuscht."
"Es war ein schwieriger Prozess, dieses Team auszuwählen. Das liegt daran, dass es ihnen derzeit so unglaublich gut geht", erklärt Thor Hushovd, Geschäftsführer von Uno-X Mobility. "Es gibt mehr als die acht, die es verdient haben, diesen Sommer in Frankreich zu sein. Natürlich tut es mir leid für sie, aber gleichzeitig ist es erfreulich, dass Uno-X eine so große Bandbreite an Fahrern hat."
Wie bereits erwähnt, hat der vierfache Tour-de-France-Etappensieger Alexander Kristoff viel Erfahrung mit dem größten Radrennen der Welt, und diese Grande Boucle wird die elfte seiner Karriere sein, weshalb viel von ihm erwartet wird. "Ich denke, es ist ein ziemlich komplexes Team. Wir sind in der Lage, auf vielen verschiedenen Etappen Leistung zu bringen, daher wird es spannend sein, alle Etappen zu verfolgen. Es wird spannend in diesem Sommer", blickt der 36-jährige Norweger im Gespräch mit TV2 voraus.
Kristoff selbst hat in letzter Zeit eine Art Aufschwung erlebt und in den letzten Monaten vier Siege in seine Bilanz aufgenommen. Kristoff, der 2020 für einen Tag das Maillot Jaune trug, hofft, dass er bei der Tour de France 2024 die Zeit zurückdrehen und Uno-X Mobility den ersten Grand-Tour-Etappensieg sichern kann. "Ich denke, ein Etappensieg könnte in Reichweite sein", schätzt er zuversichtlich ein. "Ich bin im letzten Monat gut gefahren."
Nic Gayer ist seit 2022 im Journalismus tätig und begann seine Laufbahn als freier Redakteur im Lokaljournalismus für eine Tageszeitung. Für Radsportaktuell.de berichtet er über den professionellen Radsport und begleitet das Geschehen von der WorldTour bis zu wichtigen nationalen und internationalen Rennen. Sein Schwerpunkt liegt auf Vorberichten, Rennzusammenfassungen und Analysen, mit denen er Entwicklungen im Peloton klar einordnet.
Bei seiner Arbeit wird Nic von den Kolleginnen und Kollegen der Schwesterplattform CyclingUpToDate unterstützt, wodurch er regelmäßig direkten Zugang zu Teams, Fahrern und offiziellen Terminen erhält. Er arbeitet aus der Nähe von München und steht kurz vor dem Abschluss als Bachelor of Arts in Sportjournalismus. In seiner Berichterstattung legt er großen Wert auf sorgfältige Quellenprüfung, präzise Einordnung und aktualisiert Inhalte, sobald neue, gesicherte Informationen vorliegen.