„Am Fuß des Anstiegs bekam ich bereits Krämpfe“ – Remco Evenepoel erklärt seinen desaströsen Tag am Jebel Mobrah

Radsport
durch Nic Gayer
Mittwoch, 18 Februar 2026 um 19:30
RemcoEvenepoel (3)
Hitze und die Brutalität des Anstiegs nach Jebel Mobrah sollten bei der UAE Tour heute Opfer fordern. Doch kaum jemand hatte erwartet, dass es ausgerechnet Remco Evenepoel treffen würde. Der Belgier hatte tags zuvor seine besten Beine gezeigt und die Königsetappe im Führungstrikot in Angriff genommen.
Zuvor hatte er bei der Challenge Mallorca und der Volta a la Comunitat Valenciana mit starken Kletterleistungen überzeugt – gegen Fahrer, die ihn heute deutlich abschüttelten. Evenepoel erwischte einen schlechten Tag auf dem Rad, was Sorgen bereitet, zumal ihm das bereits an entscheidenden Tagen passiert ist.

Krämpfe, Hitze und ein verlorener Rhythmus

Der Profi von Red Bull - BORA - hansgrohe hatte im Zeitfahren überzeugt und ging als Führender und Mann zum Schlagen in die 3. Etappe. Als Felix Gall den Schlussanstieg eröffnete, reagierte Evenepoel zunächst prompt. Kurz darauf verlor er jedoch den Anschluss an seine Rivalen und kämpfte auf den steilsten Rampen beinahe mit Krämpfen.
„Am Fuß des Anstiegs kündigten sich schon Krämpfe an. Etwas, das ich nicht oft erlebe. Vielleicht noch vom gestrigen Effort, den ich nicht vollständig weggesteckt hatte“, erklärte Evenepoel gegenüber Het Nieuwsblad.
Er musste das Tempo herausnehmen und fand am Berg nicht mehr in den Rhythmus. „Als ich reißen lassen musste, hatte ich einen richtig schlechten Kilometer, aber danach kam ich irgendwie durch. Das habe ich zu Saisonbeginn auf solchen Anstiegen öfter: eine kurze Schwächephase. Aber meine Beine waren heute generell nicht gut.“

GC-Sieg unwahrscheinlich, Etappensieg auf Jebel Hafeet dennoch möglich

Für Evenepoel entwickelte sich der Tag zum Debakel: Er verlor fast zwei Minuten auf Überraschungssieger Antonio Tiberi und fiel aus den Top 10 der Gesamtwertung. Das Ergebnis entstand aus mehreren Faktoren, unterm Strich blieb eine Leistung unter seinen eigenen Erwartungen.
„Getrunken habe ich definitiv genug. Ich glaube, ich habe den gestrigen Effort überhaupt nicht verdaut. Die Nacht war auch nicht optimal; ich bin vor Hitze aufgewacht. Am Ende darf ich aber keine Ausreden suchen“, räumte er ein. Der Gesamtsieg ist damit praktisch vom Tisch, auch wenn er es nicht offen ausspricht.
Eine Rückkehr in die Top 10 bleibt möglich, Priorität hat nun jedoch ein Etappensieg auf dem Jebel Hafeet, um neues Vertrauen zu tanken. „Ist das Gesamtklassement hier weg? Ich glaube, ich liege anderthalb Minuten zurück. Vielleicht lässt sich am Samstag noch etwas machen, um auf Etappensieg zu fahren.“
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