Team
Visma - Lease a Bike ist mit enormem Pech in die neue Saison gestartet. Besonders hart trifft es
Wout van Aert. Der Belgier brach sich bei einem Sturz den Knöchel, zog sein Trainingsprogramm dennoch konsequent durch. Nach einer Erkrankung musste das Team ihn nun kurzfristig aus dem
Omloop Het Nieuwsblad nehmen.
„Es ist scheiße, aber so etwas passiert. Wout ist nicht der Einzige, der in den letzten Tagen krank war“, erklärte Sportdirektor
Grischa Niermann im Gespräch mit
Sporza. „Wout ist enttäuscht, weil er hier unbedingt starten wollte. Aber der wichtigste Monat kommt später. Daran sollten wir jetzt nicht zweifeln. Er war nur ein paar Tage krank.“
Fokus verschiebt sich - Brennan rückt in den Mittelpunkt
In der Sierra Nevada absolvierte van Aert sein Höhentraining bei niedrigen Temperaturen. Die Erkrankung trat jedoch erst nach der Rückkehr auf. Der Routinier war als Schlüsselmann für den Omloop eingeplant. Nun richtet Team Visma - Lease a Bike den Blick stärker auf einen möglichen Sprint mit Matthew Brennan.
„In der Sierra Nevada lief alles nach Plan. Der Omloop war nicht unser Hauptziel, weil Wout in ein paar Wochen in Topform sein muss. Aber wirklich alles verlief wie gewünscht… Die Genesung nach seinem Knöchelbruch lief gut. Wout war rennbereit und machte im Training Fortschritte“, versicherte Niermann.
Der Sportdirektor wollte die Situation nicht dramatisieren, auch wenn sie eine weitere Hürde darstellt. Während Fahrer wie Tadej Pogacar und Mathieu van der Poel einen makellosen Winter absolvieren, musste van Aert erneut Rückschläge hinnehmen. „Trotz des Bruchs hatte er eine gute Vorbereitung. Die verschwindet nicht, nur weil man ein paar Tage nicht fahren kann.“
Mit Le Samyn steht ein mögliches Saisondebüt im Raum. „Nein, ich habe keine Glaskugel. Es ist eine Option, und wir hoffen darauf, aber sicher sagen können wir es noch nicht.“ Sollte es dort nicht klappen, könnte van Aert direkt bei der Strade Bianche einsteigen - ohne vorherigen Wettkampf, so wie auch Pogacar.
Plugge bleibt gelassen trotz Timing-Pech
Teamchef
Richard Plugge ließ sich von der erneuten Pechsträhne seines Kapitäns nicht beunruhigen. „Schauen wir positiv darauf. Die Sonne scheint, und die wichtigen Termine stehen erst in ein paar Wochen an“, sagte er.
„Es ist schade, vor allem für ihn. Wout trainiert hart und macht alles richtig. Er hat nach seiner Knöchelverletzung viel in das Höhentraining investiert. Es ist bedauerlich, dass es ihn jetzt ausbremst, aber es geht nicht nur um den Samstag. Ich bin froh, dass es jetzt passiert und nicht zwei Tage vor der Flandern-Rundfahrt.“